Industrie: Investitionen setzen Signale
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Österreichs Industrie setzt trotz der verhaltenen Konjunktur neue Investitionssignale. Die Asta Energy Solutions AG investiert rund 17 Millionen Euro in eine Kupfer-Recyclinganlage am niederösterreichischen Standort Oed. Die Produktion soll Ende 2029 starten, bis 2030 will das Unternehmen den Recyclinganteil in der Kupferverarbeitung auf 70 Prozent erhöhen. Auch die Voestalpine AG und Verbund AG bauen ihre Forschungsaktivitäten aus: Die Wasserstoffpilotanlage H2Future in Linz wird um eine Verdichtungs- und Reinigungsanlage, fünf Tanks sowie eine Verladestation erweitert.
OMV verliert Partner
Deutlich größer dimensioniert ist das Wasserstoffprojekt der OMV: Insgesamt 600 Millionen Euro fließen in eine 140-Megawatt-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha, die bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff jährlich erzeugen soll. Hier sprang allerdings vor wenigen Tagen überraschend der Partner Masdar aus Abu Dhabi ab. Laut OMV ändere das aber nichts an der Projektabwicklung und Inbetriebnahme 2027. Hinzu kommt FACC mit einem neuen Hightech-Werk in St. Martin im Innkreis: Der Luftfahrtzulieferer investiert 120 Millionen Euro, verdoppelt seine dortigen Fertigungskapazitäten und schafft bis zu 300 Arbeitsplätze.
Die Projekte ergeben noch keinen flächendeckenden Investitionsboom, zeigen aber, wohin das Kapital derzeit fließt: in Kreislaufwirtschaft, Wasserstoff, Automatisierung und zusätzliche Produktionskapazitäten. Die Vorhaben setzen damit gezielte Wachstumssignale, auch wenn die Statistik noch keine breite Investitionswende erkennen lässt. Nach den Rückgängen der Vorjahre zogen die Investitionen 2025 wieder an. Für 2026 könnte sich eine Fortsetzung der Erholung abzeichnen.

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