Austriacard: Abschied von Wien
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Viel hat man von der Austriacard Holdings AG an der Börse eh nicht mitbekommen, jetzt zeichnet sich aber das Ende ab: Die Aktie soll komplett von der Wiener Börse verschwinden. Nachdem sich der japanische Druckkonzern Dai Nippon Printing (DNP) heuer die Anteile von Nikolaos Lykos – das waren rund 74,6 Prozent – gesichert hatte, soll jetzt der Squeeze-out folgen. Für rund 96,55 Prozent der Austriacard-Aktien wurde das Übernahmeangebot zu 10 Euro je Aktie angenommen. Damit kann DNP den Ausschluss der verbliebenen Aktionäre und das Delisting vorantreiben. Voraussetzung ist allerdings noch die ausstehende Genehmigung der österreichischen Behörden.
Hersteller der E-Card
Für mich bedeutet so ein Börsen-Abgang halt immer weniger Transparenz beim Unternehmen selbst. Jetzt will ich den japanischen Eigentümern keineswegs was unterstellen. Aber wenn just das Unternehmen, das für die Produktion der österreichischen E-Card verantwortlich ist, in ausländische Hände fällt, hat das natürlich ein Geschmäckle, wie man im tiefen Westen sagen würde. Wie ich gerade von der Wiener Börse erfuhr, wird vorerst kein anderes Unternehmen in den ATX Prime nachrücken. Mögliche Kandidaten müssen da vorher auf Herz und Nieren gecheckt werden.

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