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Verbund-CEO: Ein Déjà-vu und die bitteren Folgen

Die Verbund AG präsentierte ihre Bilanz für 2025. Die verblasste angesichts des eindringlichen Auftritts von Verbund-CEO Michael Strugl. Mut zur Meinung per excellance!

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18.03.2026

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© Verbund AG
Verbund-CEO Michael Strugl bewies heute bei der Bilanzpressekonferenz Mut zur Meinung.

Verbund-CEO Michael Strugl hat ein Déjà-vu. Schon wieder gibt es – diesmal durch den Krieg im Iran – einen exogenen Schock, der die Energiepreise steigen lässt. Mit allen politischen Diskussionen und Konsequenzen. Michael hat mit Letzteren keine große Freude:

„Unsere Beiträge zur Budgetkonsolidierung haben Dimensionen erreicht, die kritisch hinterfragt gehören. Jetzt finanziert die E-Wirtschaft den Sozialtarif. Sozial-politische Maßnahmen sind aus dem Budget zu finanzieren und nicht von Unternehmen.“

So viel Unvernunft stößt Michael natürlich sauer auf, eine „Melkkuh“ will er nicht sein!

Energiekrisenbeitrag ohne Krise

136 Millionen Euro hat die Verbund AG 2025 bereits als Energiekrisenbeitrag abgeliefert – „wir hatten 2025 keine Energiekrise, erinnert Michael!“ – dazu kamen noch 1,2 Milliarden Euro an Dividenden (davon 560 Millionen Euro an den Staat, der hält 51 Prozent), 700 Millionen Euro an Steuern und eine Milliarde an Investitionen am Energiemarkt. Bis 2028 will die Verbund AG weitere 6,8 Milliarden Euro investieren, davon 4 Milliarden Euro in Österreich.

Was wünscht sich der Verbund-CEO?

„Österreich muss energieautarker werden!“ 2025 wurde Energie in Höhe von 14 Milliarden Euro Kosten importiert – das Niedrigwasser war Schuld. „Das müssen wir verringern“, also die Kosten. Michael ist da sehr eindringlich. (Tipp: 2024 war Österreich Nettoexporteur – da ist viel Wasser die Donau runtergeflossen!). Wichtige Gesetze sind immer noch nicht beschlossen wie etwa Erneuerbaren Ausbaugesetz (ohne Ausnahmen!!!), UVP-G, GWG (für grünen Wasserstoff). Gemma, Regierung! Windprojekte in Österreich seien praktisch nicht möglich (da sprechen zu viel Leute mit). Finanzvorstand Peter Kollmann erinnerte, dass auch eine bessere Infrastruktur Kosten senken würde. „Wir zahlen derzeit 600 Millionen Euro zu viel“.

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  • 1947 war das trockenste Jahr, 2025 ist nach 2003 und 1992 auf Platz 4

Und hier noch ein paar Zahlen:

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