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Spaßbremse: 85 Prozent im Sparmodus

Es gibt zwar viele gesunde kapitalkräftige Unternehmen in Österreich, die hohen Arbeits-, Lieferanten- und Energiekosten verhindern aber, dass investiert wird, sagt Ricardo-Jose Vybiral, CEO der KSV 1870 Holding AG.

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29.04.2026

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Lichtblicke in der österreichischen Unternehmenslandschaft sind derzeit rar. Der Großteil spart und investiert nicht. Der Grund: die Kosten sind zu hoch.

"Ich will ja kein Spaßverderber sein", meinte heute CEO Ricardo-Jose Vybiral bei der Pressekonferenz des Kreditschutzverbands KSV 1870, "aber 85 Prozent der Unternehmen in Österreich sind nach der aktuellen Austrian-Business-Check-Umfrage im Sparmodus. Das heißt, es wird kaum investiert. Und jedes sechste Unternehmen denkt über eine Auslagerung des Geschäfts und einen Standortwechsel ins Ausland nach. Das ist schon alarmierend." So ganz gelingt das nicht mit dem "nicht Spaß verderben", denke ich mir. Denn ohne Investitionen gibt es keine Produktivitätssteigerungen, die brauchen die Unternehmen aber, um aus den schlechten Zeiten wieder gute zu machen. Und noch ein Problem sehe ich: Die Unternehmen bekommen zwar Aufträge, viele davon können aber nicht bedient werden, weil die Arbeits-, Lieferanten- und Energiekosten zu hoch sind.

Deutschland als Zugpferd lässt aus

Den Plänen der Regierung, die Lohnnebenkosten zu senken, kann Ricardo-Jose einiges abgewinnen, auch wenn es durch die höhere KÖSt gegenfinanziert wird. Das sind Mehrkosten, die wiederum die Unternehmen aufbringen müssen: "Kritisch sehe ich, dass das kein strukturelles Budget ist, das nachhaltig helfen wird, sondern nur ein Pflaster." Was her muss? "Die internationalen Rahmenbedingungen müssen sich verbessern. Damit meine ich Deutschland. Die lassen völlig aus. Und das deutsche Infrastrukturprogramm, wovon österreichische Unternehmen profitieren würden, ist noch zu wenige in Aufträgen sichtbar", sagt Ricardo-Jose. Ein Schimmer: Unternehmen beginnen verstärkt, bei Geschäftsprozessen Künstliche Intelligenz einzusetzen und sparen damit Kosten (und natürlich Mitarbeiter ein). Derzeit sind nur 48 Prozent der Unternehmen mit ihrer Geschäftslage zufrieden. "Das muss sich wieder gegen 60 Prozent verbessern."

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