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Angstbarometer: KI und Cybercrime sind die Top-Risiken

Laut dem aktuellen Allianz Risk Barometer stufen Manager und Risikoexperten die Gefahren, die von Künstlicher Intelligenz und Cyber-Angriffen ausgehen, am höchsten ein.

Veröffentlicht

14.01.2026

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2 min
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© Börsianer / KI-generiert
Hackerattacken und die Gefahren, die der Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit sich bringt, werden als besonders gefährlich eingestuft.

Früher hieß es noch: Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? Heute ist das Risiko ist immer und überall. Aber wovor haben die 3.338 Risikomanagement-Experten, die weltweit im aktuellen Allianz Risk Barometer nach ihren Einschätzungen zu den wichtigsten Unternehmensrisiken befragt werden, den meisten Respekt? 44 Prozent der in Österreich Befragten stufen in der aktuellen Analyse Künstliche Intelligenz erstmals als größte Gefahr ein. Mit Respektabstand werden Cyber-Angriffe als zweitgrößtes Risiko gesehen. Während Gefahren, die von Naturkatastrophen ausgehen, im Vorjahr noch auf Rang zwei lagen, finden sich diese im aktuellen Österreich-Ranking nur noch auf Rang sieben.

Die Verbreitung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Geschäftsleben steigt rasant. Damit gehen aber auch unterschiedliche Gefahren einher. Dazu zählt etwa der Umstand, dass der KI-Einsatz auch Hackern neue Möglichkeiten eröffnet, dass der Aufwand für Datenschutz und Governance steigt oder auch, dass mangelnde Datenqualität zu Fehlentwicklungen und Reputationsverlusten führen kann. Wie hoch der Respekt gegenüber den unerwünschten Konsequenzen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist, zeigt sich auch an den Einschätzungen auf internationaler Ebene. Im Vorjahr fand sich das KI-Risiko noch auf Rang zehn im Risikobarometer, im aktuellen Ranking ist es an zweiter Stelle zu finden.

Das unterstreicht laut der Analyse der Allianz die Komplexität von KI samt operativem und rechtlichem Risiko. Dennoch glaubt fast die Hälfte der Befragten, dass KI ihrer Branche mehr Vorteile als Risiken bringt. Ein Fünftel ist jedoch gegenteiliger Meinung.

Bedrohung durch Cyberattacken

Im aktuellen Risikobarometer werden Cybervorfälle zum fünften Mal in Folge als das weltweit größte Risiko gesehen. 42 Prozent der Befragten stufen Cyber als Top-Risiko ein. Das ist der höchste bisher erreichte Wert. Zudem liegen Cyberrisiken zehn Prozentpunkte vor Künstlicher Intelligenz als zweitgrößtem Risiko mit 32 Prozent. Cyberrisiken stehen überall auf der Welt, in Amerika, der Asien-Pazifik-Region, in Europa sowie Afrika und im Nahen Osten an erster Stelle. Die anhaltende Spitzenplatzierung im Allianz Risk Barometer spiegelt auch die zunehmende Abhängigkeit von digitaler Technologie in einer Zeit wider, in der sich die Cyberbedrohungslandschaft sowie das geopolitische und regulatorische Umfeld rasch verändern.

Risikoeinschätzung Österreich

Künstliche Intelligenz

44%

Cyber-Risiken

32%

Betriebsunterbrechungen

26%

Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung

26%

Klimawandel

26%

Naturkatastrophen

21%

Quelle: Allianz Risk Barometer 2026

Risikoeinschätzung international

Cyber-Risiken

42%

Künstliche Inteligenz

32%

Betriebsunterbrechungen

29%

Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung

26%

Naturkatastrophen

21%

Klimawandel

19%

Politische Risiken 

15%

Quelle: Allianz Risk Barometer 2026

Zur Methode: Das jährlich publizierte Allianz Risk Barometer bildet die Risikoeinschätzungen von 3.338 Risikomanagement-Experten, dazu zählen Führungskräfte, Risikomanager, Makler und Versicherungsexperten, aus 97 Ländern ab.

Robert Winter

Autor

Robert Winter

Finanzjournalist

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