„Was sich deutlich verändert hat, sind die Kosten“
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Herr Consalvo, wie stark trifft den Hafen die geopolitische Unsicherheiten? – Marco Consalvo: Wir sind natürlich besorgt, aber wir sehen bisher keine konkreten Rückgänge im Handel. Was sich deutlich verändert hat, sind die Kosten: Transport, Frachtraten und Versicherungen sind gestiegen, ebenso der Weitertransport über Land und See. Insgesamt gibt es keine Einbrüche beim Volumen, aber wir beobachten aufmerksam, wie sich ein zunehmend konfliktgeprägtes Umfeld entwickelt.
Welche Bedeutung hat die Energieachse über Triest? – Die Straße von Hormus ist ein sensibler Punkt, aber bisher konnten Lieferungen weitgehend ersetzt werden. Entscheidend ist, dass die TAL-Pipeline für Österreich, Deutschland und Tschechien weiterhin voll ausgelastet ist. Aufgrund der Unsicherheiten werden Lagerkapazitäten stärker genutzt. Ein besonders wichtiger Faktor ist der Suezkanal. Für die Perspektiven des Hafens Triest ist er entscheidend. Wenn sich die Warenströme dauerhaft auf andere Routen verlagern würden, hätte das negative Auswirkungen auf das Mittelmeer und die Adria insgesamt.
Wo sehen Sie die größten Entwicklungschancen für den Hafen in den kommenden Jahren? – Triest profitiert stark von seiner Lage als Tor nach Mitteleuropa. Über 90 Prozent der Waren gehen in diesen Raum, der sich als sehr stabil erweist. Ein zentraler Wachstumstreiber ist die Bahn. Bereits 51 Prozent der Container werden per Schiene weitertransportiert. Wir investieren stark in neue Bahnstationen im Hafen, darunter ein Projekt in Servola mit rund 200 Millionen Euro. Das Ziel ist es, die Terminals besser zu vernetzen und den Güterverkehr effizienter zu gestalten. Auch die Zusammenarbeit mit Partnern wie den ÖBB ist dafür entscheidend. —

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Korrespondentin Italien
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