Ölpreisschock: Greifen G7 in den Markt ein?
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In den letzten Stunden ist die Furcht vieler Analysten wahr geworden: Der Ölpreis durchbrach die psychologisch wichtige 100-US-Dollar-Marke. Die Blockade der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Transportadern für Rohöl weltweit – ist dafür ein Grund. Hinzu kommt, dass mehrere Golfstaaten haben ihre Förderung bereits gedrosselt, weil Lagerkapazitäten ausgelastet sind.
Krisen-Konferenz heute
Die G7 reagieren nun mit einem außergewöhnlichen Schritt. Laut Financial Times haben die Finanzminister gemeinsam mit der Internationalen Energieagentur (IEA) heute eine Krisentelefonkonferenz angesetzt. Diskutiert wurde über die Freigabe von 300 bis 400 Millionen Barrel aus strategischen Ölreserven – das entspricht rund einem Viertel bis fast einem Drittel der gesamten IEA-Notbestände. Solche koordinierten Eingriffe sind äußerst selten. Zuletzt wurde ein vergleichbarer Schritt im Zuge des Ukraine-Kriegs 2022 gesetzt. Nach dem Treffen wurde aber klar:
„Wir sind noch nicht so weit.“, wie der französischen Finanzminister Roland Lescure sagte.
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Bemerkenswert ist, wie rasch der politische Druck gestiegen ist. Mindestens drei G7-Staaten – darunter die USA – unterstützen offenbar den Vorschlag. Allein die Diskussion darüber hat die Ölpreise bereits etwas gedrückt, allerdings liegen sie weiterhin deutlich über dem Niveau vor der aktuellen Eskalation. Für die Märkte ist klar: Sollte sich die Lage im Persischen Golf weiter zuspitzen, könnte Energie erneut zum zentralen Inflations- und Konjunkturrisiko werden. Heute Morgen gingen die Märkte teils tief ins Minus. Der Nikkei 225 gab um 5,2 Prozent nach und schloss mit 2.892 Punkten. Euro-Stoxx-50 verlor kurz nach Handelsstart 2,79 Prozent auf 5.560 Punkte. Der ATX sank um 2,77 Prozent auf 5.254 Zähler.

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