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Porr AG: KI als Straßenbauhelfer?

Der Baukonzern Porr setzt jetzt auf künstliche Intelligenz, um Recyclingmaterialien in Asphalt und Beton gezielter und effizienter einzusetzen. Das Potenzial könnte erheblich sein.

Veröffentlicht

17.02.2026

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Betonierer bei der Arbeit: drei Menschen beim Straßenbauen
© Porr
Beton ist nicht gleich Beton. Künftig soll er stärker recycelt werden.

Künstliche Intelligenz hält Einzug in die Materialentwicklung. Die Porr AG arbeitet im Forschungsprojekt „SmartStreet“ gemeinsam mit den Materialtechnikern der Universität Innsbruck an einem neuronalen Netz, das vorhersagen soll, wie sich unterschiedliche Recyclinganteile auf die mechanischen Eigenschaften von Asphalt und Beton auswirken. „Das einzige Projekt seiner Art“, wie CEO Karl-Heinz Strauss betont. Der Nutzen: Damit kann man vor der Produktion abschätzen, welche Materialkennwerte das Endprodukt aufweisen wird - so erheblich Kosten zu sparen.  Der Hintergrund: Ein hoher Recyclinganteil reduziert Emissionen und schont natürliche Ressourcen. Bisher konnten solche Effekte nur durch aufwendige Testreihen ermittelt werden.

Zukunft der Emissionsreduktion

Strategisch ist „SmartStreet“ Teil der konzernweiten Innovations- und Nachhaltigkeitsstrategie und ein gutes Beispiel, wie KI und die grüne Transformation zusammenspielen. Über den Green Deal haben sich die EU-Staaten dazu bekannt bis 2050 CO2-neutral (Österreich will das Ziel schon 2040 erreichen) zu werden, und so zum Klimaschutz beizutragen. Die derzeitige rechtliche Unsicherheit – Diskussion über eine Aufweichung des Green Deals (Österreich war da zuletzt mit der Slowakei und Tschechien auf einer Linie - hier mehr) sowie des europäischen Emissionshandel fördern die Entwicklung solcher Zukunftsprojekte natürlich nicht.   

Daniel Nutz

Autor

Daniel Nutz

Chefredaktion

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