Real Invest Austria: Betongold mit Ausgangssperre
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Ausgerechnet kurz vor dem Start der Expo Real in München am 5. Oktober kommen schlechte Nachrichten vom österreichischen Immobilienmarkt: Der Real Invest Austria nimmt bekanntlich Fondsanteile seit 29. September nur noch anteilig zurück – hier nachlesen. Was steckt dahinter? Anleger ziehen aus zwei Gründen Geld ab: Erstens, verzinsliche Alternativen sind wieder attraktiver, offene Immofonds kämpfen seit der Zinswende 2022 mit Mittelabflüssen, in Österreich waren das zuletzt im Quartal 339 Millionen Euro. Was noch hinzu kommt: ab Jänner 2027 erschweren neue Halte- und Kündigungsfristen den Ausstieg. Das soll Immobilienfonds eigentlich stabiler machen, trägt aber sicher auch teilweise zum Verkaufsrun bei.
Alarmglocken läuten
Und was meint dazu Anleger-Interessensvertreter (IVA) Florian Beckermann? Der sieht darin ein Warnsignal für den Immobilienmarkt. In den vergangenen Jahren sei bei offenen Fonds bereits einiges an Tafelsilber verkauft worden; entsprechend weniger hochwertige Objekte seien noch in den Portfolios. Müssen nun weitere Immobilien unter Verkaufsdruck auf den Markt, könnten niedrigere Verkaufspreise auch die Bewertungen vergleichbarer Objekte belasten. Damit würde das Liquiditätsproblem einzelner Fonds auf die Branche ausstrahlen. Die braucht gerade keinen zusätzlichen Gegenwind: Die EZB hat im September die Zinsen erneut angehoben, und die Bewilligungen für Neubauwohnungen in Österreich lagen 2025 auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung 2010.

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