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Semperit: Übernahmeangebot lässt Aktie explodieren!

Ein Übernahmeangebot katapultiert die Semperit-Aktie zweistellig nach oben – trotz massiven Gewinneinbruchs.

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18.03.2026

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2 min
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Knalleffekt! Die B&C Holding will sich auch die restlichen 41,52 Prozent an der Semperit AG Holding sichern und legt dafür 15 Euro je Aktie auf den Tisch – eine Prämie von rund 25 Prozent. Der Markt reagiert prompt, die Aktie schießt im Frühhandel um fast 24 Prozent nach oben - notiert aber noch unter 15 Euro. Das heißt, der Markt findet das Angebot großartig. Dass es ohne Mindestannahmeschwelle kommt, zeigt wie entschlossen B&C ist, den Gummi- und Kautschukkonzern vollständig einzugliedern. Ich gebe zu bedenken (was Aktionären egal sein wird, 15 Euro Baby!), dass die B&C in der Vergangenheit mit ihren Beteiligungen nicht geglänzt hat, auch wegen der starken Rolle in den Aufsichtsräten.

Die B&C ist auch Kernaktionärin bei der Amag Austria Metall AG (52,7 Prozent), Lenzing AG (37,25 Prozent), Steyr Motors AG (20 Prozent) in Oberösterreich und Frequentis AG (10 Prozent). Von den Lenzing-Anteilen hatte die Holding vor 2 Jahren 15 Prozent an Suzano aus Brasilien verkauft.

Operativ kommt Semperit aus einem schwachen Jahr, der Gewinn ist 2025 um mehr als 96 Prozent auf gerade einmal 0,4 Millionen Euro eingebrochen. Hier der Chart, mit Explosion von heute.

CEO ist gerne börsennotiert

Semperit-CEO Manfred Stanek hat mir heute gesagt, dass er gerne CEO eines börsennotierten Unternehmens ist. Das B&C-Angebot hat ihn und seine Vorstandskollegen heute früh ebenfalls überrascht. "Ich muss mir das jetzt in Ruhe anschauen", sagt Manfred. Und dann wird mit dem Aufsichtsrat (Vorsitzender und Stellvertreter sind zwei B&C Vertreter) eine Empfehlung abgegeben.

Was ich heute noch für dich von der Bilanzpressekonferenz mitgenommen habe:

  • Produkte, die am Standort Österreich produziert werden, müssen einen hohen Automatisierungsgrad und eine hohe Wertschöpfung haben. Sonst wird die Produktion in Länder mit geringeren Kosten ausgelagert

  • Währungsverluste in Höhe von 4,5 Millionen Euro (hauptsächlich US-Dollar) belasten das Ergebnis, sind nicht gehedged

  • "Unsere Assetbase und Kostenbasis ist extrem skalierbar, mehr Volumen ist der Hebel für das Ergebnis. Wir sind als Kostenführer Weltklasse", sagt Manfred

  • Q1 2025 Umsatz -14%, Ebitda -52%

  • Q4 2025 Umsatz +5%, Ebitda +31%

Börsianer Redaktion

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