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Semperit-Vorstand: Bitte net jetzt!

Der Vorstand der Semperit AG Holding will sich nicht festlegen und verzichtet auf eine Empfehlung zum Übernahmeangebot der B&C.

Veröffentlicht

04.05.2026

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© Semperit
In Belchatow in Polen produziert die Semperit Fließbänder.

Ich stell mir das ja so vor: Die B&C Gruppe, die 58 Prozent der Aktien an der Semperit AG Holding hält, stellt ein Angebot für alle ausständigen Aktien (ich hatte dir hier berichtet). Vorstand und Aufsichtsrat der Semperit debattieren dann, ob sie das Angebot cool finden. 3 von 6 Vertretern im Aufsichtsrat sitzen dort für die B&C, entscheiden also gemeinsam mit dem Vorstand, ob sie ihr eigenes Angebot cool finden. So was kannst du nicht erfinden. Das beste ist jetzt aber, dass Vorstand und Aufsichtsrat zu folgendem Urteil gekommen sind:

  • Das Angebot von 15,00 Euro je Aktie zahlt eine Prämie von 25,2 Prozent auf den unbeeinflussten Schlusskurs vom 17. März 2026. Heute notiert die Aktie bei 15,050 Euro!

  • Aber: Der Angebotspreis liegt unter dem Buchwert je Aktie von 20,20 Euro je Aktie sowie unter den aktuellen Analystenschätzungen von bis zu 22,00 Euro je Aktie liegt und repräsentiert damit nicht das volle mittel- bis langfristige Wertsteigerungspotenzial.

Schau, ich bin der Meinung, dass Eigentümer und Aktionäre dem neuen Vorstandsteam um CEO Manfred Stanek schon eine Chance geben müssen, den Karren (nach 3 Jahren Industrierezession) aus dem Dreck zu ziehen - damit Wertschöpfung geschaffen wird. Ihn da jetzt mit einem Übernahmeangebot zu belasten, finde ich strategisch seltsam. Aber natürlich wäre die Semperit AG Holding jetzt zu einem Schnäppchen zu haben.

Hier habe ich den Vorstand der Semperit AG Holding für dich. Trifft die Persönlichkeiten ziemlich gut:

© Semperit
CEO Helmut Sorger, CEO Manfred Stanek und CIO Gerfried Eder posen.
Börsianer Insider

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Börsianer Insider

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