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SpaceX: Chancen und Risiken des IPO

Der bevorstehende Börsengang von SpaceX wird der größte IPO aller Zeiten. Markiert er den Beginn einer neuen Ära an den Kapitalmärkten? Wir haben Space-Invest-Experten Rainer Zitelmann befragt.

Veröffentlicht

11.06.2026

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A rocket launches into a blue sky, leaving a trail of flames and smoke, with a SpaceX building visible in the foreground.
© APA-Images / AFP / MIGUEL J. RODRIGUEZ CARRILLO
Hebt SpaceX an der Börse ab?

Liegt in der Space Economy die nächste große Wachstumsstory – oder nur eine überhöhte Vision für Anleger? Rainer Zitelmann, Historiker, Investor und Bestsellerautor (zuletzt „Weltraumkapitalismus“), sieht im Gespräch mit dem Börsianer den Startpunkt eines tiefgreifenden Umbruchs. Der Zugang zum All werde durch Unternehmen wie SpaceX dramatisch günstiger – die Startkosten seien um rund 95 Prozent gefallen. Wie einst Eisenbahn oder Internet eröffne das völlig neue wirtschaftliche Räume für Kommunikation, Energie, Rohstoffe und langfristig sogar Besiedlung.

Was ist der Wert?

Rund 1,75 bis 1,8 Billionen US‑Dollar gelten als wahrscheinlichster Wert für den Börsengang (am Freitag startet der offizielle Handel an der Nasdaq, die Die Orderbücher sind fast viermal überzeichnet), was bereits viele Unkenrufe von hervorrief. Der eigentliche Wert von SpaceX liegt klarerweise nicht im heutigen Geschäft wie Starlink, sondern in künftigen Märkten wie Weltrauminfrastruktur, Asteroidenbergbau oder Tourismus – Bereiche, die in klassischen IPO-Kennzahlen kaum sichtbar sind. Für Investoren bedeutet das: Zahlen treten in den Hintergrund, entscheidend ist die langfristige Vision.

Gleichzeitig betont Zitelmann die Risiken: Die meisten Space-Unternehmen würden scheitern, nur wenige Gewinner übrigbleiben. Gerade diese „natürliche Auslese“ sei jedoch Voraussetzung für große Vermögensbildungswellen. Anleger müssten daher sorgfältig zwischen Vision und Überbewertung unterscheiden.

Zukunftsfelder

Chancen sieht er vor allem bei den „Schaufelherstellern“ des neuen Zeitalters, also Unternehmen aus Bereichen wie Satellitentechnik, Halbleiter, Robotik, Energie, KI und Telekommunikation. Als nächsten Meilenstein nennt er Rechenzentren im All, später könnten Mondbasen oder Asteroidenbergbau folgen, vorausgesetzt, Eigentumsrechte im Weltraum werden geklärt.

Börsianer Redaktion

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