Warshs Warnsignal: Expertin Rosen ordnet Fed‑Rede ein
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Der neue Fed‑Chef Kevin Warsh steht im Ruf, ein Gegner von zu viel Kommunikation seitens der Notenbank zu sein. Kritiker werfen ihm allerdings vor, es diesbezüglich übertrieben zu haben: Er lasse die Märkte zu sehr im Dunkeln, auch was seine grundsätzlichen Überlegungen zu Konjunktur und Geldpolitik betrifft.
Dieser Sichtweise trat er bei seinem ersten Auftritt in Jackson Hole entgegen. Seine Rede war expliziter, als viele erwartet hatten, und auch restriktiver. Der Kampf gegen die Inflation sei keineswegs vorbei, das Ziel von 2 Prozent Inflation sei ernst zu nehmen und als fix zu sehen. Außerdem sagte Warsh, das US‑Wachstum sei signifikant, der Arbeitsmarkt stabil, und der private Sektor würde weiter massiv investieren, vor allem in die KI. Angesichts der Inflation, die immer noch über dem Zielwert liegt, und der unsicheren Lage am Energiemarkt (Iran‑Krieg) hätte die Fed möglicherweise noch „Aufgaben zu erledigen“.
Zinsanstieg wahrscheinlicher
In Reaktion auf diese Aussagen ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung um 25 Basispunkte bei der Fed‑Sitzung im September von zuvor 35 Prozent auf 57 Prozent angestiegen. Auch der Dollar zeigte Stärke, was den Goldpreis etwas nachgeben ließ.
Nach dem starken Renditeanstieg am langen Ende waren die Aussagen von Warsh eine willkommene Beruhigung für die Anleihenmärkte. Und man kann sie auch als Indiz dafür nehmen, dass Warsh offenbar nicht bereit ist, die Glaubwürdigkeit der Notenbank zu opfern, sprich: sich dem Druck von Präsident Trump bezüglich Zinssenkungen zu beugen. Kritiker haben allerdings angemerkt, dass Warsh diesen Worten nun Taten folgen lassen müsse; das habe er bisher noch nicht getan.

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Finanzexpertin
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