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Börsianer Watchlist: Sonderdividenden und Zinsschritte

Die geplante Sonderdividende des Verbund wird Investoren nicht gefallen. Blick ist diese Woche auf die USA gerichtet.

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08.12.2025

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Ein Bulle der durch den Winter rennt
© KI generiert
Läuft der Börsen-Bulle bis Weihnachten durch?

Dass die Bundesregierung das neue „Günstiger-Strom-Gesetz“ teils durch eine Sonderdividende des teilstaatlichen Energieversorgers Verbund AG finanzieren will, macht bei den Analysten erwartungsgemäß wenig Freude auf die Aktie. Die Baader Bank hat ihr Anlagevotum "Reduce" für die Verbund-Aktie bekräftigt und gleichzeitig das Kursziel aber leicht auf 70,8 Euro angehoben. Wie du sicher mitbekommen hast: Für 2025 soll der Verbund einmalig 1,15 Euro je Aktie ausschütten – rund 400 Millionen Euro insgesamt. Was auf den ersten Blick nach guter Rendite für Aktionäre aussieht, ist beim genauen Hinsehen auf politischen Druck erfolgt. Egal, ob eine kluge Idee oder nicht: Investoren sehen das nicht gerne.

Was war sonst so los? Der ATX setzt seine Rekordjagd fort: Er stieg zeitweise auf über 5.045 Punkte. Treiber waren vor allem Vienna Insurance Group, Andritz und Do & Co, während Telekom Austria und Voestalpine leicht nachgaben. Insgesamt legte der ATX in den letzten fünf Tagen zu – getragen von den Quartalszahlen und der Hoffnung auf sinkende Zinsen. Dazu wird die US-Notenbank FED am 10. Dezember um 20:00 Uhr ihre Entscheidung veröffentlichen. Aktuell liegt der Leitzins bei 3,75 % – 4,00 %, und laut Marktprognosen wird eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet. Die Europäische Zentralbank (EZB) folgt mit ihrer Sitzung am 18. Dezember – wobei eine Senkung der Zinsen dort eine Überraschung wäre.

Die VIG, Andritz und der Verbund, der etwa 10 Prozent verliert, in der YTD-Performance.

Was passiert kommende Woche?

Die Woche startet aufgrund des Feiertags ruhig, größere ATX-Unternehmen melden erst ab Mitte Dezember. Die Verkehrszahlen der Flughafen Wien AG stehen am Plan (9. Dezember). International sind die Zahlen der Thyssenkrupp AG aus Deutschland (9. Dezember) als Indikator für die europäische Stahlindustrie spannend.

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