Felbermayr: Neue Ideen gegen Inflation und für die Bauwirtschaft
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Gestern wurde die Spritpreisbremse beschlossen, heute lieferte Wifo-Chef Gabriel Felbermayr im Klub der Wirtschaftspublizisten die Einordnung: Ja, die Maßnahme dämpft die Inflation, aber eben nur um rund 0,1 Prozentpunkte. Besser als nichts. Nur stellt sich für mich die Frage, ob das Geld nicht sinnvoller eingesetzt wäre. Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher hat etwa eine Senkung der motorbezogenen Versicherungssteuer ins Spiel gebracht, hier lesen. Preiseffekt und Kosten wären ähnlich. Wieso man den Verbrauch fossiler Brennstoffe subventionieren muss, bleibt für mich fraglich.
„Gibt bessere Ideen“
„Es gibt zur Inflationsbekämpfung sicher auch bessere Möglichkeiten“, sagt der Wifo-Chef, man könne beispielsweise auch Strom billiger machen. Zumal er die Durchsetzung der Margenbegrenzung bei den Herstellern für schwierig hält - in Österreich läuft das im Wesentlichen auf die OMV AG hinaus.
Spannend finde ich Felbermayrs zweite Idee: eine eigene Baustrategie der Bundesregierung. Die Bauwirtschaft ist derzeit einer der großen Bremsklötze für die Konjunktur. Über gezielte Rahmenbedingungen und Anreize könnten private Investitionen in den Gebäudebestand mobilisiert werden, etwa für thermische Sanierungen. Das würde Investitionen und Beschäftigung ankurbeln und gleichzeitig den Klimazielen helfen. Für mich jedenfalls der nachhaltigere Hebel, als mit viel Aufwand ein Zehntelprozentpunkt aus der Inflation zu drücken.

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