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Finanzbildung: Ernsthaft, liebes Sozialministerium?

Finanzbildung gehört in die Schule, soweit sind sich alle einig. Wenn man sich die lehrbegleitenden Unterlagen des Sozialministeriums ansieht, kommt einem der Verdacht, es handle sich um eine ideologische Themenverfehlung.

Veröffentlicht

03.09.2026

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A student raises a hand in a classroom, with a teacher standing at the front holding a red book.
© APA-Images / Tobias Steinmaurer
Finanzbildung soll stärker an die Schulen kommen. Nur, was lehren die Lehrkräfte und mit welchen Unterlagen?

Bildungsminister Wiederkehr pusht Finanzbildung an Schulen, und das ist grundsätzlich richtig so. Aber schau dir mal an, was das Arbeits- und Sozialministerium da tatsächlich für die Oberstufe zusammengestellt hat. Hier kannst du einen Blick in die Unterlagen werfen. Krypto-Assets, Derivate, Hochfrequenzhandel. Alles schön und gut, aber wenn ein 16-Jähriger nach diesem Unterricht mehr über Hochfrequenzhandel weiß als über den Zinseszinseffekt, dann läuft da gewaltig was schief. Klar, Konsumentenschutz ist wichtig. Aber es sollte mehr auf die Chancen hingewiesen werden.

Wer mit 18 monatlich 100 Euro in einen breit gestreuten ETF steckt und das 40 Jahre durchzieht, landet bei einer angenommenen Rendite von 7 Prozent bei rund 262.000 Euro. Eingezahlt wurden dabei nur 48.000 Euro. Das ist die Story, die Schüler kennen müssen, weniger die Funktionsweise von Derivaten, die sie vermutlich ein Leben lang nicht einsetzen werden.

Börsianer Insider

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Börsianer Insider

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