Fonds: Grün, trotz Gegenwind
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Trotz politischem Gegenwind: Die österreichische Fondsbranche bleibt in Sachen Nachhaltigkeit relativ stabil auf Kurs. Laut dem frisch veröffentlichten FNG-Marktbericht 2026 hat kaum ein heimischer Anbieter sein ESG-Angebot zurückgefahren, knapp 40 Prozent jener, die Anpassungen vornahmen, erhöhten sogar ihr Ambitionsniveau.
Ansätze werden konkreter
Was man aus der Studie (hier lesen) auch noch mitnehmen kann. Der Reifeprozess der Branche ist spürbar: Ausschlusskriterien allein gelten nicht mehr als Maßstab. Systematische ESG-Integration und Nachhaltigkeitsratings gewinnen an Gewicht. Die meisten Anbieter setzen auch auf Best-in-Class Ansätze. Hier sieht man die Veränderungen von 2024 auf 2025.

Man sieht, dass das oft für Unternehmen als mühsam empfundene Datensammeln bei den Investoren Wirkung zeigt. Walter Hatak, stellvertretender FNG-Vorsitzender für Österreich, bringt es auf den Punkt:
„Die Branche hat sich weiterentwickelt. Es geht nicht mehr in erster Linie um moralische Motive, dass Fonds die Welt retten, sondern auch um Risiken, wie beispielsweise Wasserknappheit als Folge der Klimakrise und Technologien, die diesen entgegenwirken.“
Mehr als die Hälfte
Die Investoren blieben – trotzt zwischenzeitlicher Durststrecke - an Bord. Laut den aktuellen Daten von RFU-Research sind in Österreich bereits 53 Prozent der Fondsgelder nachhaltig veranlagt, das entspricht 122,8 von 232,1 Milliarden Euro. Österreich dürfte von der geplanten Überarbeitung der Fondsrichtlinien (nach SFDR, hier mehr lesen) profitieren. Die hiesigen Standards, etwa das Umweltzeichen, gelten als streng. Rund die Hälfte der Befragten erwartet positive Impulse durch klarere Produktkategorien. Ein Drittel der Befragten rechnet mit einem Wachstum von bis zu zehn Prozent.

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