Verlorene Liebesmüh: NLB erhöht bei Addiko Bank auf 33,50 Euro
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Die slowenische NLB gibt sich nicht geschlagen und will Addiko-Aktionären jetzt 33,50 Euro je Aktie zahlen. Das ist noch einmal ein ordentlicher Aufpreis zum bisherigen Angebot von 29 Euro. Und natürlich weitaus mehr, als die Raiffeisen Bank International AG mit 26,50 Euro bietet. Trotzdem hat sich die RBI bereits mehrere größere Aktienpakete gesichert (ich hatte dir berichtet) und auch der Vorstand der Addiko Bank AG, der insgesamt mehr als 88.000 Aktien hält, will das Angebot der RBI annehmen.
Schau, ich halte die Chancen der NLB (es gibt eine historischen Auseinandersetzungen zwischen Slowenien und Kroatien um die ehemalige Ljubljanska Banka) für sehr gering, denn trotz des weitaus höheren ersten Angebots, konnte die NLB bisher Großaktionäre nicht überzeugen. Die RBI hat pro forma eine Mindestannahme von 75 Prozent ausgegeben, wäre aber auch schon mit knapp über 50 Prozent zufrieden. Letzteres Paket ist machbar. Die NLB will nur bei 75 Prozent Tacheles machen, das geht sich für mich einfach nicht aus. NLB-Vorstand Archibald Kremser sieht das anders:
"Ab heute gibt es ein kleines Reset. Wir denken, dass wir das closen können. Wir reden weiter mit allen Aktionären. Aber eigentlich haben die Aktionäre schon gewonnen, weil die RBI ihr Angebot verbessert hat. Möge der Überzeugendere gewinnen", sagt mir Archibald .
Trotzdem: Schon spannend, dass die Addiko-Großaktionäre inklusive Vorstand anscheinend unbedingt verkaufen wollen und auf 7 Euro je Aktie verzichten. Aber noch ein Jahr ohne Dividende (wegen der Alta Group, deren Unterstützung sich die RBI für ihr Angebot gesichert hat) hält anscheinend keiner aus. Da hätte man mehr aus der RBI rausholen können. Vor allem auch deshalb, weil der Buchwert der Addiko-Aktie Ende 2025 bei 46,58 Euro lag.

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