KI-Investments: Chancen abseits der M7
Veröffentlicht
Lesezeit
&w=1920&q=75)
Sie waren lange Zeit die Techno-Stars aus den USA und erhielten den Spitznamen „Magnificent 7“. Doch Investitionspläne der Unternehmen Meta Platforms, Microsoft, Alphabet und Amazon in Künstliche Intelligenz (KI) in Höhe von rund 700 Milliarden US-Dollar für heuer werden skeptisch beäugt. Scott Edwardson, Co-Portfoliomanager des Edgewood L Select – US Select Growth Fund (ISIN LU0304955437 für Privatanleger; LU0952587862 für Großanleger), lässt derzeit bei den meisten der Magnificent 7 Vorsicht walten. Die Chancen der KI-Revolution nutzt er etwa mit dem Chiphersteller Nvidia. „Dessen Produkte bleiben gefragt, so etwa von Meta Platforms.“ Der Konzern macht rund neun Prozent des Umsatzes von Nvidia aus. Im Februar wurde ein Abkommen auf mehrere Jahre abgeschlossen, wonach Meta Platforms sowohl Chips mit großer Rechenleistung, die für das Trainieren der KI eingesetzt werden, als auch Chips mit geringerer Leistung, die für die Anwendung KI-trainierter Modelle eingesetzt werden, kaufen wird.
&w=1920&q=75)
Edwardson wird auch anderswo fündig. Schließlich lasse sich das Thema KI vielfach abdecken. Er investiert in den Softwarehersteller Axon, der für die Herstellung von Bodycams und Taser-Waffen bekannt wurde. Obwohl die Sorge groß ist, dass KI-Agenten künftig Programme schreiben und Softwarefirmen somit überflüssig werden könnten, werde man nicht alles der KI überlassen, betont Edwardson. Etwa dann nicht, wenn es um kritische Infrastruktur gehe. Axon kaufte im Oktober 2025 Prepared, das die Software für den Notrufdienst in den USA liefert. Während immer noch ein Mensch abhebt, verwendet die Axon-911-Software KI, um Anrufe simultan zu transkribieren, damit Mitarbeiter rascher reagieren können. Auch Broadcom räumt der Edgewood-Experte Chancen ein. Der Konzern stellt Hochleistungschips etwa für Netzwerke und Rechenzentren her. Aufgrund von Übernahmen ist Broadcom zudem im Bereich Cloudsoftware tätig.
Kühlung für Rechenzentren
Ein wenig fokussierter ist der KI-Zugang Leopold Quells, Fondsmanager des Raiffeisen-Asia-Opportunities-ESG-Aktienfonds (AT0000745864 für Privatanleger; AT0000A2XMK2 für Großanleger). Quell hat in dem Portfolio besonders Hardwareproduzenten aus Emerging Asia im Fokus. „Ohne solche Komponenten läuft keine Software.“ TSMC aus Taiwan ist der weltweit größte Halbleiterhersteller und beliefert Nvidia und Apple. SK Hynix aus Südkorea, ebenfalls Teil des Fonds, hat sich auf Speicherchips spezialisiert, die insbesondere für KI-Anwendungen eingesetzt werden, etwa für Rechenzentren. Diese müssen auch gekühlt werden. Asia Vital Components liefert Lösungen.
Der VanEck Semiconductor UCITS ETF (IE00BMC38736) setzt auf 25 global führende Chiphersteller. Der Global X Data Center REITS & Digital Infrastructure UCITS ETF (IE00BMH5Y327) investiert in Unternehmen, die Rechenzentren, Mobilfunktürme und digitale Infrastrukturhardware herstellen.

Autor
Finanzjournalistin
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)