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Studie: Industrie investiert kaum in Österreich

Horváth-Studie zeigt: Österreich verliert als Investitionsstandort. Unternehmen setzen auf Osteuropa, Asien und Effizienzstrategien.

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01.09.2025

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Employees discussing plans by rubber rollers in old industrial hall
© Daniel Ingold / Westend61 / picturedesk.com
Wo sollen denn die neuen Kabel verlegt werden? Derzeit eher in Osteuropa als in Österreich.

Ich werfe regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen der Industrie – und was ich aktuell sehe, ist eine tektonische Verschiebung. Die neue Horváth-Studie „CxO Priorities“ zeigt klar: Österreich verliert als Investitionsstandort an Attraktivität. Nur noch 18 Prozent der geplanten langfristigen Investitionsausgaben bleiben im Lande. Dafür fließt das Kapital verstärkt nach Asien (vor allem China und Indien), Osteuropa und Nordamerika. Eine Entwicklung, die kaum überrascht: Der Standortwettbewerb ist brutal, und Österreich hinkt bei Lohnkosten, Flexibilität und Bürokratie schlicht hinterher.

CEE-Raum im Investitionsfokus

Was heißt das konkret? Unternehmen produzieren zunehmend dort, wo sie verkaufen, und sie investieren dort, wo die Kostenstruktur stimmt. Donald Trumps Zölle sind zwar Gesprächsthema, haben aber bislang noch wenige nachhaltige Verlagerungen in die USA ausgelöst. Verständlich: Fördert die erratische Trump-Politik ja nicht unbedingt die Investitionssicherheit! Darum ist Europa wieder stärker im Fokus – allerdings nicht Österreich, sondern der europäische Osten und Süden. Diese Entwicklung ist mir schon länger aufgefallen – jetzt liefert Horváth den Datenbeweis.

Interessant ist auch der Blick auf die Management-Agenda: Ganz oben steht die Optimierung der Kostenstruktur, gefolgt von Cybersecurity, Innovation, Digitalisierung und HR-Themen. Nachhaltigkeit? Bleibt ein strategisches Zukunftsthema, wird aber weniger priorisiert und liegt in Österreich auf Rang sechs. Da fällt mir auf, dass die Transformation oft mit dem Schlagwort „Energieoffenheit“ gebremst wird und darum keine Investitionen freigegeben werden. Abwarten, und schauen, wo sich das Thema hin entwickelt, scheint hier die Strategie zu sein.

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