Goldman Sachs: 2026 wird ein gutes M&A-Jahr
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Die rekordverdächtigen M&A-Deals aus dem Vorjahr stimmen Christian (Droege) - er leitet bei Goldman Sachs das M&A Geschäft für Österreich und Deutschland - optimistisch für das Jahr 2026. Auch für Österreich sind die Aussichten gut.
"Wir rechnen global mit 20 Prozent Wachstum des M&A-Markts. Meine Kollegen in den USA sind so optimistisch wie noch nie. In Österreich sehen wird einen sehr hohen Anteil strategischer Transaktionen",
sagte Christian bei einem Roundtable-Gespräch bei der Kanzlei Freshfields in Wien, bei dem er auch spannende Insights aus seiner Arbeit erzählte. "Wir sind gerne frühzeitig bei dem Deal mit an Bord, weil wir wissen wollen, wie der Prozess vorbereitet wird", sagte Christian.
Das gilt auch für die Anwälte, die sich durch den Wust der immer zahlreicheren Regulierungen kämpfen müssen und damit natürlich gutes Geschäft machen.
"Wir sind nicht mehr die reinen Vollstrecker von M&A Deals. Die Due Dilligence ist intensiver als früher, die rechtliche Prüfung genauer. Im aktuellen Umfeld dreht man lieber einen Stein mehr um, und muss sich frühzeitig mit Arbeitsthematik und rechtlichen Fragen auseinandersetzen. Früher dauerte ein M&A-Deal 3 bis 6 Monate, jetzt sind es 1 bis 2 Jahre, es komplexer geworden. Wir stehen uns schon ziemlich im Weg mit der Überregulierung", sagte Freshfields-Partner Farid Sigari-Majd, der heuer mit einigen Distressed-M&A bei den Autozulieferern rechnet.
Größter PE-Deal aller Zeiten
Der größte Private Equity Deal aller Zeiten mit einem Transaktionswert von 57 Milliarden US-Dollar war im Vorjahr die Privatisierung von Electronic Arts durch den Saudi Arabischen Public Investment Fund gemeinsam mit Silver Lake und Affinity Partners. "Kein einzelner Fonds kann mehr als 30 Milliarden alleine finanzieren. Die Kreativität bei Transaktionen hat zugenommen", sagt Christian.
In Österreich mussten wir uns im Vorjahr nicht verstecken: Wie ich dir schon mehrfach berichtet hatte, holte vor allem der Zusammenschluss von OMV-Tochter Borealis mit Adnoc-Tochter Borouge inklusive Kauf von Nova Chemicals für Österreich mit einem Transaktionswert von 30 Milliarden US-Dollar die Kohlen aus dem Feuer. Auch der Teilerwerb der Santander Polska durch die Erste Group Bank AG mit einem Wert von 8 Milliarden US-Dollar kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen.
Übrigens: Goldman Sachs war im Vorjahr in Österreich mit einem Marktanteil von 59 Prozent und neun M&A-Deals am aktivsten. Hier habe ich noch die wichtigsten Deals für dich:

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