Nahost, Öl und die trügerische Ruhe
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Etwas erstaunt war ich heute schon, dass weder ATX noch DAX die vorbörsliche negative Stimmung bestätigten. Beide im Plus, aber die erneute Eskalation in Nahost sollte uns trotzdem Sorgen machen, weil die Märkte hier meiner Meinung nach gerade ein bisschen zu entspannt sind. Der Ölpreis ist wieder über 90 US-Dollar je Barrel geklettert, und das ist kein harmloses Signal. Denn je länger Brent auf diesem Niveau bleibt oder weiter steigt, desto unangenehmer wird das Inflationsthema wieder.
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Kein Spielraum für Fed
Und wer glaubt, die Fed schaut dabei seelenruhig zu, der irrt sich gewaltig. Steigende Energiepreise bedeuten im Zweifel: weniger Spielraum für Zinssenkungen, mehr Druck auf Wachstumsaktien. Dazu kommt, dass der Markt gerade ohnehin schon an zwei Fronten kämpft: geopolitische Risiken auf der einen Seite, die laufende Neubewertung der KI-Euphorie im Technologiesektor auf der anderen. Das ungünstigste Szenario wäre eine weitere Eskalation kombiniert mit enttäuschenden Quartalszahlen. Apropos: Am Mittwoch legen Alphabet und Tesla ihre Zahlen vor. Das wird der nächste echte Stimmungstest, und ich bin gespannt, ob die Gelassenheit von heute dann noch standhält.

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