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Startups: Dachfonds braucht 500 Millionen

Ein staatlich angestoßener Fonds soll mehr Kapital für heimische Unternehmensideen bringen.

Veröffentlicht

08.07.2025

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2 min
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Staatssekretaerin im Bundesministerium fuer Wirtschaft, Energie und Tourismus Elisabeth Zehetner präsentiert Dachfonds
© Michael Indra / SEPA.Media / picturedesk.com
Mehr Wachstumskapital für Start-ups? Elisabeth Zehetner will als Staatssekretärin daran arbeiten.

Das Geld ist da, richtig gute Unternehmen auch. 225 Millionen wollen Österreichs Investoren – Business-Angels und Institutionelle – 2025 in Start-ups, Scale-ups oder KMU investieren, so der brandaktuelle Investing Report von Invest Austria. Das sind wohlgemerkt Absichtserklärungen, denn in der Geschäftswelt weht aufgrund globaler Unsicherheiten ein rauer Wind, wie der Report ebenso feststellt. Und seien wir uns ehrlich: Wirklich große Deals sind in Österreich auch kaum möglich, weshalb bei großen Exits oder IPOs – wir reden da von mehr als 30 Millionen Euro – oftmals die Investoren aus dem Ausland, vordergründig aus den USA, zuschlagen.

Rot-weiß-roter Dachfonds

Schon der letzte Wirtschaftsminister Martin Kocher hatte darum die Idee, einen Dachfonds für rot-weiß-rote Start-ups ins Leben zu rufen. Und heute bekennt sich die Startups-Staatssekretärin (ja, das steht tatsächlich in ihrem Jobtitel!) Elisabeth Zehetner dazu. Wie dieser genau beschaffen sein soll, steht aber noch in den Sternen. Die Staatssekretärin dazu zum Börsianer:

„Derzeit klären wir die Rahmenbedingungen. Wir fangen mal klein an, und wenn wir uns irgendwann Richtung einer Milliarde Euro entwickeln, wäre das sehr schön.“

Anfangen heißt wohl: 2026. Und nach Meinung von Experten braucht so ein Fonds in etwa 500 Millionen Euro, um etwas bewegen zu können. Eine Idee: In Deutschland verwendet die KfW Capital ERP-Gelder, um so einen Fonds aufzubauen – diese gäbe es bekanntlich auch in Österreich – dort werden sie von der AWS verwaltet. Um die Töpfe zu füllen, sind neben privaten Kapitalgebern jedenfalls institutionelle Player notwendig. Um Pensions- und Vorsorgekassen zu Investoren machen zu können, müssten allerdings noch die regulativen Rahmenbedingungen dementsprechend freundlicher für Venture Capital werden. Man darf gespannt sein, ob es dazu in der Koalition eine schnelle Einigung gibt.

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