News

Stocker: Keine KeST für Kinderdepots

Bundeskanzler Christian Stocker will Eltern den Vermögensaufbau für ihre Kinder erleichtern: Mit einem Zukunftsdepot sollen Kapitalerträge ab dem 18. Geburtstag steuerfrei entnommen werden können. Staatlicher Fonds soll Pensionen absichern.

Veröffentlicht

31.08.2026

Lesezeit

1 min
Teilen auf
Der alte Mann Christian Stocker in einem Anzug mit einem Grinser im Gesicht.
© APA-Images / APA / ROLAND SCHLAGER
Bundeskanzler Stocker kommt im ORF mit Ideen für die Jungen und die Alten.

Bundeskanzler Christian Stocker kündigt heute im ORF-Sommergespräch ein sogenanntes Zukunftsdepot an: Eltern sollen für ihre Kinder bis zu 5.000 Euro pro Jahr steuerbegünstigt in Wertpapiere investieren können, und bei der Entnahme ab dem 18. Geburtstag fällt keine Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent an. Prinzipiell eine gute Idee, denn Kapital, das langfristig am Markt arbeitet, statt auf einem Sparbuch zu schlafen, tut dem ganzen Wirtschaftskreislauf gut. Aus dem Bundeskanzleramt kommt dazu folgende Rechnung: Wer monatlich 150 Euro einzahlt, hat dem Kind zum 18er rund 63.000 Euro hingestellt und spart sich dabei rund 8.500 Euro an Steuern.

Der Haken: Dieses Modell hilft vor allem jenen Familien, die sich regelmäßige Einzahlungen überhaupt leisten können. So gibt es gegen diesen Vorschlag auch politischen Gegenwind und alternative Konzepte. Die Junos, die Jugendorganisation der Neos, fordern beispielsweise: Der Staat soll für jedes Kind ab der Geburt Geld in einen breit gestreuten ETF investieren und ihm damit unabhängig vom Einkommen der Eltern ein Startkapital zum 18. Geburtstag aufbauen. Auch eine gute Idee, fragt sich: Wie finanzieren?

Fonds aus Öbag-Dividenden

Da kommt eine andere Idee ins Spiel, die Stocker konkret aber nicht für die Alten, sondern für die Jungen verwenden will. Österreich soll einen staatlichen Zukunftsfonds aufbauen, der langfristig Kapital für die Pensionen veranlagt. Finanziert werden könnte er unter anderem mit einem Teil der Dividenden aus Bundesbeteiligungen (Öbag). Vorbilder gibt es dafür genug: Mehr als zwei Drittel der OECD-Staaten verfügen bereits über staatliche Pensionsreservefonds. Mehr dazu hier.

Börsianer Redaktion

Autor

Börsianer Redaktion

Die Börsianer Redaktion sammelt die News vom Kapitalmarkt für dich.

Teilen auf

Mehr zum Thema #Pensionskasse

Insider

Endspurt: Weichen für Zusatzpension

Die finale Verhandlungsrunde für die Reform der betrieblichen Altersvorsorge geht Ende August über die Bühne. Mehr als die Hälfte der Österreicher weiß laut einer Studie gar nicht, dass eine Reform ansteht.
19.08.2026
Börsianer Insider
Endspurt: Weichen für Zusatzpension
Insider

Reform! Chance für Abfertigung neu

Endlich fällt die Kapitalgarantie, auf den ersten Blick ist das eine gute Reform.
22.04.2026
Börsianer Insider
Reform! Chance für Abfertigung neu
Advertorial

Fokus auf Fundamentaldaten: Investieren in europäische Aktien

Europäische Aktien ziehen weiterhin die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Während der Optimismus zu Jahresbeginn inmitten erhöhter Volatilität und geopolitischer Unsicherheit einer grösseren Vorsicht gewichen ist, investieren Anleger weiterhin in die Region als wichtigen Bestandteil diversifizierter Aktienportfolios. Die Frage für professionelle Anleger ist nicht mehr, ob sie in Europa investieren sollen, sondern wie sie dies tun.
01.07.2026
Magazin

Pensionen: Alt, arm, abhängig

Österreich zahlt hohe Pensionen bei frühem Ruhestand – doch das System kommt zunehmend unter Druck. Wie es gehen könnte, zeigt Dänemark. Dort wurde sehr früh die zweite Säule gestärkt, mit einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung.
13.10.2025
Daniel Nutz
Alte Frau auf einer Laufbahn mit einem Rollator
Insider

Altersvorsorge Wie man ein ungerechtes Pensionssystem gerecht macht

Von einer zusätzlichen Betriebspension würden alle profitieren, sagt Wifo-Chef Gabriel Felbermayr. Und sie würde ein Impuls für den Kapitalmarkt sein. Das klingt nach etwas Größerem, was meinst du?
08.01.2025
Börsianer Insider
Studie zur Betriebspension vom Wifo
Anzeige