Reform! Chance für Abfertigung neu
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Dass in der Abfertigung neu jetzt ein Modell geschaffen werden soll, dass Vorsorge-Veranlagungsgemeinschaft ermöglicht (hier mehr), die Abfertigungsgelder ohne Kapitalgarantie anlegen, finde ich einen wichtigen Schritt. So lautet zumindest die Ankündigung im heutigen Ministerrat.
Wer sich seit Jahren mit der betrieblichen Altersvorsorge beschäftigt, weiß: Die Kapitalgarantie war längst ein Bremsklotz. In der Praxis hat sie dazu geführt, dass zu konservativ veranlagt wurde und damit Renditechancen liegen geblieben sind. Am Ende stand sogar ein Realwertverlust. Nun sollen auch die Verwaltungskosten gesenkt werden, von 0,8 auf 0,6 Prozent. Auch da zeigt sich, dass die Kapitalgarantie, und das damit verbundene Parken von Kapital, einfach mehr kostet. Ich bin gespannt, wie die Kassen darauf reagieren.
Jetzt kommt zudem endlich Struktur in unterschiedliche Risikoprofile und erlaubt es, gezielter zu investieren – ein Ansatz, der international längst Standard ist. Auch das Lebenszyklusmodell geht in die richtige Richtung: mehr Risiko in jungen Jahren, schrittweise Reduktion mit zunehmendem Alter. Das passt zur Logik langfristiger Vorsorge und macht das System insgesamt robuster.
Expertin sieht Positives
Michaela Plank, Geschäftsführerin bei Mercer Österreich, sie schreibt mir: "Mit der Flexibilisierung eröffnen sich für Arbeitgeber und Berechtigte bessere Chancen für eine zukunftsorientierte Vorsorge."
Unterm Strich: Die Reform ist überfällig und bringt Bewegung in ein System, das zu lange zu starr war. Jetzt wird sich zeigen, ob die Anbieter den neuen Spielraum auch wirklich nutzen.

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