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Banken pushen Wero: Müssen sich Visa und Paypal fürchten?

Ziel ist Europas digitale Souveränität gegenüber US Zahlungsanbietern zu stärken.

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16.04.2026

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Blick auf Wero App am Handy
© APA-Images / AFP / NICOLAS TUCAT
Die Wero App soll auch in Österreich Verbreitung finden.

Die europäischen Banken pushen die paneuropäische Zahlungslösung Wero, und das mit wachsendem Erfolg. Getragen von einer Allianz europäischer Kreditinstitute, ist Wero bereits in Belgien, Frankreich und Deutschland etabliert. Andere Länder folgen: Österreich übrigens heuer, einige Banken integrieren Wero gerade.

Frankreich führend

Laut einer aktuellen Bearing Point-Umfrage unter rund 10.000 Befragten in neun Ländern europaweit wird Wero wie auch andere nationale Zahlungsdienste bereits stark wahrgenommen. Spitzenreiter ist derzeit Frankreich, wo 19 Prozent der Befragten Wero für Zahlungen zwischen Privatpersonen nutzen. In Ländern mit etablierten nationalen Zahlungsanbieter wie Twint in der Schweiz (66 Prozent), Swish in Schweden (86 Prozent) oder Mobile Pay in Dänemark (92 Prozent) bleibt der Marktanteil von Wero noch überschaubar. US-Anbietern wie Paypal, Visa oder Mastercard, die Nutzerdaten und Transaktionsflüsse bislang weitgehend kontrollieren, müssen sich jedenfalls warm anziehen. Robert Bosch, Partner und Globaler Leiter Financial Services bei Bearing Point sagt:

„Ein zentraler Treiber ist der Wunsch nach einer eigenständigen europäischen Alternative zu bisher dominierenden, nicht-europäischen Lösungen, ein wichtiger Schritt hin zu mehr digitaler Souveränität."

Parallel dazu verfolgt die Europäische Zentralbank mit dem digitalen Euro ein Projekt, das denselben strategischen Impuls trägt, aber auf staatlicher Ebene ansetzt (hier lesen). Der digitale Euro soll als gesetzliches Zahlungsmittel in digitaler Form die Abhängigkeit von privaten, oft außereuropäischen Zahlungsinfrastrukturen reduzieren und die geldpolitische Handlungsfähigkeit der EZB stärken. Zwei Wege, ein Ziel: digitale Souveränität für Europa.

Börsianer Redaktion

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