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Wiener Börse Die Tops und Flops 2023

Veröffentlicht

16.01.2024

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2 min
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Zum Jahresstart habe ich mir für dich die 2023er-Performance der Wiener Börse im Vergleich zu anderen Handelsplätzen angesehen. Im Rückspiegel betrachtet strahlt das Wiener Parkett gar nicht schlecht. Mit 10,1 Prozent sind die ATX Prime Unternehmen Ende 2023 im Plus gelandet und liegen damit nur knapp hinter dem Dow Jones (13,7 Prozent). Die vierzig größten deutschen Unternehmen im DAX legen dagegen gleich ein Plus von 20,3 Prozent hin. Ich finde, dass sich das kleine – durch Small- und Midcaps geprägte – Wien in einem Markt, der in erster Linie für die Giganten gut lief, ganz gut gehalten hat. In Hongkong ging der Corona-Restart schief: Mit einem Minus von 13,8 Prozent ist der Hang Seng aber die Ausnahme unter den relevanten Indizes.

Wer ist top?

Ein Blick auf die Einzeltitel im ATX Prime – hier habe ich dir eine Liste abgelegt – weist die Immofinanz AG mit 81,2 Prozent als Topperformer aus. Gut, bei dem Titel gab es auch einiges an Aufholbedarf – [lies hier](http://(https://www.derboersianer.com/2022/11/cpi-machts-moeglich-s-immo-und-immofinanz-vor-fusion/). Ähnlich war dies bei der EVN AG, wo es von Aktionären Kritik an der Führung gab – lies hier. Mit einem Plus von 68 Prozent sind bei der EVN AG kritische Meinungen zuletzt auch verstummt. Interessant finde ich, dass die Telekom Austria AG mit einem Plus von 58 Prozent zu den Gewinnern zählt, die abgespaltene und im Herbst 2023 an die Börse gebrachte Funkturm-Tochter Euro Tele Sites AG bis Jahresende mit minus 34 Prozent einen Fehlstart hinlegte. Diesen Titel behalte ich besonders im Auge.

…und wer floppte?

Dass nach dem Corona-Pandemie-Hype die Marinomed AG Federn ließ, war vielleicht vorhersehbar – mit einem Minus von 48 Prozent fiel die Korrektur aber meiner Meinung nach auch recht heftig aus. Wie ich dir schon öfter berichtet habe, ist auch die Performance des am Weltmarkt führenden Zellstoffherstellers Lenzing AG unter den Möglichkeiten. Ich bin gespannt, ob und wann das weltweit agierende oberösterreichische Unternehmen hier den Turnaround schafft und wieder richtig zu kommunizieren (hier gibt es viel Kritik von Investoren, wie ich höre) beginnt. Die Aussichten für Wien sind laut Marktmeinungen übrigens recht zuversichtlich – so sieht die Erste Group Bank AG das Potenzial des ATX, derzeit bei 3.400 Punkten, bei 3.700. Das wäre doch ein gutes Jahr!

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