Genug Geld im Alter – so geht´s
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Manche Erkenntnis ist ernüchternd. Denn wer hätte geglaubt, dass die Hälfte der Österreicher den Stand des eigenen Pensionskontos nicht kennen? Und wiederum nur die Hälfte jener, die sich das Pensionskonto anschauen, sind mit dem aktuellen Guthaben zufrieden. Zusätzlich schätzen 40 Prozent der 1.000 Befragten das Risiko, ihr Alter in Armut verbringen zu müssen, als hoch ein.
Das sind nur zwei von vielen Ergebnissen der Vorsorgestudie 2026, die das Institut für Markt- Sozialanalysen IMAS im Auftrag der Erste Bank und der Wiener Städtischen erstellt hat. Aber wie kann man gegensteuern? Auf diese Frage hat Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank, Antworten. Da wäre erstens eine stärkere Förderung der privaten Vorsorge, was als angenehmen Nebeneffekt eine Entlastung des staatlichen Budgets nach sich ziehen würde. Als geeignete Maßnahme stuft Bankerin Holzinger-Burgstaller die Wiedereinführung der Behaltefrist von Wertpapieren ein. Und generell kann man laut der Expertin über eine Veränderung bei der KESt nachdenken.
Blick über den Tellerrand hinaus
Auch auf Seiten der zweiten Säule ist eine Überarbeitung geboten. Dieses Themas hat sich die Politik bereits angenommen. Mal schauen, was da am Ende rauskommt. Und auch einer Anpassung der staatlichen Rente kann Holzinger-Burgstaller einiges abgewinnen. Da hat sie recht. Gibt es doch international gut funktionierende Modelle, die man als Vorbild heranziehen kann. Und dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Zu denken ist dabei etwa an das Pensionssystem der Niederlande bis hin zum amerikanischen Altersvorsorgeplan 401(k), bei dem die Einzahlungen steuerlich absetzbar sind und das angesparte Vermögen steuerfrei weiterwächst, solange es im 401 k Konto verbleibt.
Fazit: Anpassungen bei der privaten Vorsorge, der zweiten Säule und der staatlichen Rente sind herzlich willkommen, um das Geldleben im Alter zu verbessern. Man muss es nur tun!
Der Vollständigkeit halber hier noch einige der Resultate der Vorsorgestudie 2026:
· 61% Prozent der Österreicher rechnen mit einer wirtschaftlichen Verschlechterung
· 90% der Befragten stufen finanzielle Vorsorge als sehr wichtig ein.
· Von 56% auf 47% - Prognose für die Entwicklung der Nettoersatzrate (Anteil des letzten Netto-Einkommens, den man nach der Pensionierung als Netto-Pension erhält) bis 2050.
· 74% der Österreicher glauben, dass ihre Alterspension nicht ausreichen wird. 2024 waren es noch 62 Prozent.
· 86 Prozent der Befragten meinen, dass früh begonnene finanzielle Eigenvorsorge sehr sinnvoll oder sinnvoll ist, um Altersarmut zu vermeiden.
· 265 Euro monatlich legen Männer für ihre Altersvorsorge auf die Seite. Bei Frauen sind es 179 Euro.
· 51% der Befragten nutzen Sparkonten als Vorsorgeinstrument und lassen damit m Vergleich zu anderen Anlageformen sehr viel Geld liegen.
Autor
Finanzjournalist
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