Kapitalmarkt: Treichl und Zeiler haben was vor
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Ich freu mich immer, wenn Tacheles geredet wird und Gerhard Zeiler - er ist Präsident International von Warner Bros. Discovery und war auch schon ORF General - hat gerade sehr eindrucksvoll und eloquent im Oktogon Business Club ein Playdoyer für den Standort Österreich gehalten. Er fordert mehr Einsatz von den Politikern und einen starken Kapitalmarkt.
"Wir können nicht so weiter tun wie bisher. Wir müssen die Industrie in dem Land halten, brauchen eine starke Wirtschaft und ein Sozialsystem, das für jene da ist, die nicht können und nicht für jene, die nicht wollen. Dass man sich das Wort Leistung von anderen wegnehmen hat lassen, halte ich für einen schweren Fehler. Das würde ich meinen Parteigenossen sagen."
Wie du sicher weißt, ist Gerhard glühender Sozialdemokrat! Klang für mich fast wie eine Kanzlerkandidaten-Rede.
Mit seinem "sehr guten Freund Andreas Treichl hat er was vor", mehr war ihm nicht zu entlocken. Ich tippe auf ein Pensionsprojekt. Ich bin jedenfalls gespannt!
Ganz kostenlos gab's auch einen Tipp von Gerhard für mehr Einnahmen.
"Soziale Medien sollten rechtlich wie Medien definiert werden. Und jeder, der bei uns Einnahmen hat, soll Steuern zahlen. Das ist eine Frage des Muts und der Fähigkeit zu sagen, bis hierher und nicht weiter. Die Politik traut sich da nicht drüber. Das wäre was für ganz Europa. Youtube, Facebook, Apple können sich nicht leisten, auf Europa zu verzichten."

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