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KI ersetzt Jobs: Finanzwelt stark betroffen

Eine brandaktuelle MIT-Studie zeigt deutlich: Die Künstliche Intelligenz krempelt die Finanzwelt um – leise, aber tiefgreifend.

Veröffentlicht

28.11.2025

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Roboter der eine Grafik mit Menschen durchstreicht
© KI generiert/ Börsianer
In den USA könnten 12 Prozent aller Jobs schon jetzt durch die KI ersetzt werden, sagt eine Studie. Besonders betroffen: Die Finanzbranche.

Die aus den USA kommende Meldung rührt auf, und bestätigt gleichsam viele Erwartungen. Laut einer Analyse des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) könnte KI heute bereits Aufgaben übernehmen, die rund 11,7 Prozent der US-Arbeitskräfte betreffen. Das entspricht einem Lohnvolumen von rund 1,2 Billionen Dollar. Besonders betroffen sind laut Studie Banken und Versicherungen. Im Fokus stehen vor allem Prozesse wie Kreditprüfungen, Risikobewertungen und Reporting.

Auswirkungen auf voller Linie

Das größte Potenzial liegt im Backoffice – dort, wo regelbasierte Abläufe dominieren. Auf Österreich umgelegt heißt dass, dass mittelfristig mehr als 15 Prozent der Jobs in der Finanzbranche verändern oder ganz wegfallen. Standardisierte Anfragen im Kundenservice werden zunehmend von Chatbots bearbeitet. In strategischen Bereichen wie dem Asset Management oder dem Relationship Management bleibt vorerst menschliche Expertise gefragt.

Der Wandel bringt jedoch auch Chancen mit sich. Neue Rollen wie KI-Compliance-Officer oder Spezialisten für Daten-Governance entstehen. Institute, die frühzeitig in Systeme, Daten und Weiterbildung investieren, können deutliche Effizienzgewinne erzielen und sich Wettbewerbsvorteile sichern. Wer hingegen zögert, riskiert den Anschluss. Der Umbruch ist leise – aber er ist da.

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