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KTM-Insolvenz Pierer und der Überfall der Pistoleros

Manager, die oft hoch pokern wie Stefan (Pierer), können nicht immer gewinnen. Das Schicksal von Pierers KTM erinnert mich irgendwie an Tojners Varta. Was hat in der strategischen Planung nicht gestimmt, fragt sich der überraschte Markt, der nicht an ein Ende der KTM glaubt. Der Aktienkurs steigt zweistellig.

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29.11.2024

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Pierer KTM John Wayne
© Jae C. Hong / AP / picturedesk.com

Erinnerst du dich noch an die John Wayne Western, wo Indianer mit Pfeil und Bogen in einem Hinterhalt von den weißen Pistoleros überrascht wurden? So ähnlich gibt sich derzeit Stefan (Pierer). Die Schwäche am US-Markt steht für die Pistoleros, die Stefan und die KTM AG völlig überraschend in die Knie zwingen. Mit Verlaub: Das klingt merkwürdig. Schließlich sind in strategischen Planungen auch disruptive Ereignisse zu berücksichtigen. Hat Stefan die kaufmännische Vorsicht schleifen lassen? Die KTM AG hat 1,8 Milliarden Euro Schulden! Das muss man nach einem 2023er-Umsatzrekordjahr mit 2,66 Milliarden Euro mal auf die Reihe bekommen. Allerdings: die Pierer Mobility AG (ist die Holdingstruktur, unter der die KTM AG angesiedelt ist) hat 2023 für die Stützung der Händlerstruktur und die finanzielle Stabilisierung einiger kritischer Lieferanten viel Geld in die Hand genommen. Das kann eine der Ursachen dafür sein, dass der Schuss jetzt nach hinten losgegangen ist.

Neben der KTM AG haben noch zwei weitere Unternehmen – die KTM Components und die KTM Forschung & Entwicklung – Insolvenz angemeldet. Insgesamt sind 3.519 Mitarbeiter betroffen. Unter den größten Gläubigern (insgesamt 2.505) sind die RLB OÖ AG, die Oberbank AG, die BTV AG, die Unicredit Bank Austria AG und die Erste Bank. Sie bekommen 30 Prozent, wenn sie auf den Deal einsteigen. Am 24. Jänner 2025 gibt es die erste Gläubigerversammlung.

Ich weiß nicht wie es dir geht, aber mich erinnert die KTM-Pleite ein wenig an Michael (Tojners) Varta AG. Sowohl Stefan als auch Michael kämpfen derzeit um ihr Lebenswerk. Das ist als erfolgsgewöhnter Unternehmer ein Spießrutenlauf. Vor allem die Dividendenausschüttungen der vergangenen zwei Jahre sind aus kaufmännischer Vorsicht zu hinterfragen.

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