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M&A: Auf einen Plausch bei Goldman Sachs

Trotz geopolitischer Unsicherheiten, Kriegen und wirtschaftlicher Verwerfungen steuert der globale Markt für Unternehmensübernahmen auf ein neues Rekordjahr zu.

Veröffentlicht

24.06.2026

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Glass building facade with "Goldman Sachs" in large blue letters. People walk nearby; entrance at 200 West Street visible.
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Wenn Goldman Sachs zum Frankfurter „German M&A Roundtable“ in den Marienturm einlädt, dann ist der Andrang groß – schließlich haben die Investmentbanker die Hand am Puls der Märkte. Dieses Jahr war die Botschaft zur Halbzeitbilanz klar: „Wir laufen auf ein neues Rekordjahr zu“, sagte Tibor Kossa, Co-Head Investment Banking für Deutschland und Österreich.

Rekord aus 2021

Für das Gesamtjahr wird ein globales Dealvolumen von 6,2 Billionen Dollar erwartet. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2021 wäre damit übertroffen. Und es läuft nicht nur in den USA rund, sondern auch in Europa. Die Deal-Maker zeigen sich praktisch immun gegen die Krisen der Welt – im Gegensatz zu Otto Normalanlegern, die nägelkauend die Abendnachrichten verfolgen.

Das Umfeld sei „alles andere als einfach“, gibt Kossa zu. Doch Covid, Trump sowie die Kriege und Krisen würden mittlerweile als „New Normal“ angesehen. In den Vorstandsetagen und bei den Investmentbankern sei die Devise eindeutig: Man könne nicht warten, bis alles wieder normal sei, sondern müsse handeln.

KI als Boom-Treiber

Natürlich ist Künstliche Intelligenz (KI) ein wesentlicher Treiber des Booms. Das bedeutet aber auch, dass Hardware – nämlich Energiekonzerne, Netzbetreiber, Rechenzentren und Baustoffhersteller – wieder stark gefragt ist. Diese „Hard Assets“ treiben das Transaktionsfieber in die Höhe. Deals mit Softwareanbietern sind dagegen schwieriger geworden. Ob ein Geschäftsmodell durch KI obsolet wird, kann derzeit kaum eine Due Diligence verlässlich klären.

Und noch eine weitere Welle ist zu erwarten: Private-Equity-Fonds werden in den nächsten Monaten mehr Unternehmen verkaufen als kaufen. Denn die institutionellen Geldgeber machen Druck und wollen Kapitalrückflüsse aus den Beteiligungsfonds sehen. Der Bestand ist groß: Allein in Europa und dem Nahen Osten gibt es 1.100 Unternehmen im Besitz von Finanzinvestoren, die mindestens einen Unternehmenswert von einer Milliarde Dollar haben.

Peter Köhler

Autor

Peter Köhler

Korrespondent Deutschland

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