Finanzmarkt: Die neue Macht von Staatsfonds und Family Offices
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Die großen Staatsfonds und auch milliardenschwere Family Offices treten im Private-Market-Geschäft immer offensiver auf. Laut dem aktuellen BCG- Principal Investors-Report dürften die verwalteten Vermögen der großen Staats- und Pensionsfonds bis 2030 auf rund 59 Billionen US-Dollar steigen. Gleichzeitig verschiebt sich die Machtbalance weg von klassischen Fondsmanagern hin zu kapitalstarken Direktinvestoren mit langfristigem Horizont.
Investoren wollen Mitsprache
Auffällig ist dabei vor allem der Trend zu Co-Investments, Direktbeteiligungen und Plattformmodellen. Große Investoren wollen nicht mehr nur Kapitalgeber sein, sondern strategische Partner mit direktem Einfluss auf Deals und Wertschöpfung. Besonders im Infrastrukturbereich und bei KI-nahen Investments wird aggressiv investiert. Der Wettbewerb um die besten Private-Equity-Manager verschärft sich dadurch zusätzlich: kleinere geraten zunehmend unter Druck.
Hinzu kommt: Geopolitik wird zum Renditetreiber. Nahost-Fonds, asiatische Staatsinvestoren und nordamerikanische Pensionsriesen denken Portfolios zunehmend entlang politischer Einflusszonen. Liquidität, Zugang zu strategischen Assets und technologische Souveränität werden wichtiger als reine Benchmark-Renditen. Für Europas Asset-Management-Industrie bedeutet das: Wer künftig Kapital will, braucht nicht nur Performance, sondern geopolitische Relevanz.

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