Kreditfonds: Neue Chancen in Österreich
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Kreditfonds stemmen in den USA bereits 7 Prozent der Unternehmensfinanzierungen. Die nunmehr überarbeitete EU-AIFM-Richtlinie soll dafür sorgen, dass künftig auch europäische Unternehmen vermehrt von dieser Quelle der Fremdfinanzierung profitieren können. Dem Vernehmen nach dürfte der österreichische Ministerialentwurf den Finanzausschuss passieren. Dann braucht es nämlich nicht zwingend eine Banklizenz, um über alternative Investmentfonds (AIF) gewerbliche Kredite zu vergeben.
Erweitert klassische Finanzierung
„Gerade bei Finanzierungen mit anspruchsvollerem oder strukturierterem Profil können Finanzierungen durch Fonds auch komplementär zu klassischen Bankfinanzierungen ergänzend diskutiert werden“, erklärt Freshfields-Partner Florian Klimscha im Gespräch mit dem Börsianer. Auch Akquisitionsfinanzierungen könnten laut dem Finanzexperten künftig deutlich davon profitieren.
Von den Volumina her dürften sich die Finanzierungen – je nach Situation – in einer recht weiten Bandbreite bewegen: von höheren einstelligen Millionenbeträgen im Wachstumsbereich bis hin zu Milliardenfinanzierungen. Da der entsprechende Ministerialentwurf zur AIFM-Richtlinie zu Redaktionsschluss allerdings noch nicht das Parlament passiert hatte, ist hierzulande weiterhin Abwarten angesagt.
Weltweit macht der Private-Credit-Markt übrigens 1,7 Billionen US-Dollar aus. Schätzungen zufolge entfallen rund 70 Prozent dieses Volumens auf die USA.
Übersicht Vor- und Nachteile
Schnelle Entscheidungen | mitunter höhere Finanzierungskosten |
Größere strukturelle Flexibilität | Refinanzierungsrisiko |
Stärkerer Blick auf das Geschäftsmodell | womöglich keine längerfristige Beziehung (hier fehlt es aber noch an Erfahrungswerten) |

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