Gastkommentar

Mit Brücken Systeme gestalten

Über das Zusammenspiel von Männern und Frauen im Top-Management und die Positionierung von Frauennetzwerken.

Veröffentlicht

20.07.2026

Lesezeit

2 min
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Die Fußball-WM ist in vollem Gange. Genauer gesagt: die Herren-Fußball-WM. Denn im Sport wird zu Recht in Damen- und Herrenbewerbe geteilt, zu unterschiedlich sind die körperlichen Voraussetzungen.

Welche Parallelen gibt es zur Wirtschaft? Die Länder und ihre Player haben das gleiche Ziel: im Wettbewerb top sein, idealerweise Weltmarktführer. Herausfordernd, denn die Voraussetzungen für die Teams sind ziemlich unterschiedlich: Manche Länder verfügen über wichtige Produktionsrohstoffe oder haben in Kernbereichen weniger strenge Anforderungen. Der Maßstab ist jedoch für alle gleich: Kundinnen und Kunden, die nur die besten Produkte kaufen.

Leadership ist gefragt

Werfen wir einen Blick auf die Teams, also auf die Unternehmensleitung und das Top-Management. Sie spielen eine entscheidende Rolle in dieser Wirtschafts-WM. Wir leben in einer Zeit des Wandels. Die Künstliche Intelligenz, Kriege, Energiekrisen und der demografische Wandel stellen vieles auf den Kopf. Mehr denn je ist Leadership gefragt. Aufgrund der hohen Anforderungen ist es so wichtig wie noch nie, die Besten der Besten ins Team zu holen. Jene, die Verantwortung übernehmen, das Spiel gestalten und vor allem Tore schießen.

Mehr denn je ist Leadership gefragt.
Beatrix Czipetits

Die Plätze im WM-Team sind begehrt. Gar nicht so einfach, ins Team des Top-Managements zu kommen. Prinzipiell sind die Spielregeln für alle gleich: Tore schießen, Spielstrategien umsetzen, nicht allzu zimperlich sein, wenn es im Gerangel mal Fouls gibt, um nur ein paar zu nennen. Traditionellerweise spielen Männer schon länger Fußball, in vielen Bereichen lange Zeit ein Herrenbewerb. Sie kennen die anderen Spieler, Trainer und Teams sehr gut. Zwischenzeitlich gibt es auch ausgezeichnete Fußballerinnen. Also Frauen, die bestens geeignet sind für das Top-Management. Viele von ihnen haben schon bewiesen, dass der Ball ins Tor geht, egal wer den Ball schießt.

Wirtschaft ist ein Mixed-Bewerb

Wie nun sicherstellen, dass im Sinne einer starken Wirtschaft unabhängig vom Geschlecht die Besten ins Team kommen? Als wichtige Gestaltungskraft im System haben sich ausgezeichnete Wirtschaftsfrauennetzwerke etabliert. Hier passiert Großartiges: gegenseitige Unterstützung, gegenseitiges Sichtbarmachen und Vernetzung. Auch Mentorings, um Talente zu fördern.

Wichtig ist dabei zu beachten: Die Wirtschaft ist ein Mixed-Bewerb. Auf dem Spielfeld agieren oft Player mit langjähriger Erfahrung und gewachsenen Netzwerken. Daher gilt es, Brücken zum bestehenden System zu bauen, gemeinsam Strategien zu entwickeln, voneinander zu lernen. Über Mixed Sparrings, über auch gemischte Netzwerke, starke Verbindungen und die Bereitschaft aller – eta­blierter und neuer Spielerinnen und Spieler – zur Kooperation. So wird das System gemeinsam gestaltet. Denn: Nur mit einem Team, bestehend aus den Besten der Besten, werden wir bei der Wirtschafts-WM in der Endrunde sein und die österreichischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen

Beatrix Czipetits

Autor

Beatrix Czipetits

CEO-Consultant, Die Co-Pilotin - Beatrix Czipetits ist als Co-Pilotin Sparringspartnerin von Führungskräften und begleitet sie bei der Umsetzung von Veränderungen und der Entwicklung von Unternehmensstrategien. Mit einem strukturierten Prozess samt Tool-Kit unterstützt sie Unternehmen mit #WeAreDiversity beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung eines nachhaltigen Diversity Management. Als jahrelange Geschäftsführerin und Managerin in unterschiedlichen Branchen und Unternehmensstrukturen, kennt die Betriebswirtin Beatrix Czipetits sowohl die Herausforderungen im Top-Management, als auch die Rolle als Aufsichtsrätin und Wirtschaftskammer-Funktionärin. Als Vorstandsmitglied des Zukunft.Frauen Alumnae Club setzt sie sich für Sichtbarkeit, Vernetzung und das Vorankommen von Frauen in der Wirtschaft ein.

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