Falsch beraten: Kein Grün bringt rote Zahlen
Veröffentlicht
Lesezeit
&w=1920&q=75)
Ein Verstoß gegen die EU-Finanzinstrumente-Richtlinie MiFID II kann teuer werden. Das bekommt jetzt der Raiffeisenverband Salzburg zu spüren: Die Finanzmarktaufsicht (FMA) stellt ihm 159.000 Euro in Rechnung. Der Vorwurf: Bei der Anlageberatung sollen Produkte empfohlen worden sein, die nicht den Nachhaltigkeitspräferenzen der Kunden entsprachen. Zudem seien bei manchen Kunden Informationen zu Kosten und Gebühren nicht rechtzeitig kommuniziert worden. Gegen das Straferkenntnis können noch Rechtsmittel erhoben werden.
Vergleich zu anderen Strafen
Auf den ersten Blick finde ist die Strafe durchaus saftig. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Strafe bei den 47 Straferkenntnissen der FMA bei rund 56.000 Euro. Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) fasste mit rund 460.000 Euro die Rekordstrafe aus. Beim zweiten Blick relativieren sich die 159.000 Euro allerdings. Denn speziell MiFID-II-Verstöße können wesentlich teurer werden: Die Höchststrafe liegt bei fünf Millionen Euro beziehungsweise zehn Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes.

Autor
Die Börsianer Redaktion sammelt die News vom Kapitalmarkt für dich.
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)
&w=3840&q=75)