Insider

RBI: Dividende rauf, Russland runter:

Die RBI erhöht die Dividende deutlich, bleibt aber durch Russland-Belastungen und ein Milliardenurteil unter Druck. Während das CEE‑Geschäft stark läuft, sieht CEO Strobl Nachholbedarf bei Daten – um KI künftig voll nutzen zu können

Veröffentlicht

30.01.2026

Lesezeit

1 min
Teilen auf
Johann Strobl geht ganz zufrieden. Beim Thema Daten hätte er mehr weiterbringen können.

Bei seiner letzten Jahresergebnispräsentation durfte Raiffeisen-Bank-International-(RBI)-CEO Johann Strobl die Aktionäre erfreuen. 1,60 Euro Dividende pro Aktie – ein Anstieg um 50 Cent im Vergleich zum Vorjahr. Wobei die Bewertung des Ergebnisses der RBI mittlerweile ein hochkomplexes Unterfangen ist: Es gibt das Ergebnis mit Russland, ohne Russland, und teilweise wird auch Polen aufgrund von Fremdwährungseffekten herausgerechnet. Was du mitnehmen kannst: In Zentral- und Osteuropa läuft es gut! – hier zu den Zahlen.

Dass die Russland-Tochter – du kennst ja das Dilemma, lies hier – mittlerweile Verluste macht, liegt an den Zahlungen, die nach einem russischen Gerichtsurteil an Rasperia (dahinter stand oder steht der ehemalige Strabag-Aktionär Oleg Deripaska) zu leisten sind. Johann Strobl hofft weiterhin auf eine Kompensation. Das derzeit in Ausarbeitung befindliche 20. Sanktionspaket gegen Russland könnte dabei helfen.

„Wir sind nicht die einzigen Europäer, die Schaden erlitten haben. Es geht ja nur um die Kompensation des Schadens“, sagt der RBI-CEO.

Dass er seinem Nachfolger Michael Höllerer, der im Juli mit einem neuen Team die RBI übernimmt - hier lesen, eine gut geführte Bank überlassen habe, glaubt Johann Strobl. Wo mehr gegangen wäre? Bei der Datenverfügbarkeit, meint er.

„Da müssen wir aufholen, um die Künstliche Intelligenz gut nutzen zu können.“

Börsianer Insider

Autor

Börsianer Insider

ist für dich anonym am Kapitalmarkt unterwegs und bringt die heißesten Storys.

Teilen auf

Mehr zum Thema #RBI

News

Shortseller-Attacke: RBI reagiert auf Vorwürfe

Die Raiffeisen Bank International weist die Vorwürfe des Shortsellers Grizzly Research zurück. Die Aktie reagiert dennoch mit deutlichen Verlusten.
17.09.2026
Börsianer Redaktion
Shortseller-Attacke: RBI reagiert auf Vorwürfe
Magazin

Der Digitale Euro und der Kampf ums digitale Geld

Als Ergänzung zum Bargeld plant die Europäische Zentralbank die Einführung eines digitalen Zahlungsmittels. Der Digitale Euro soll für die Bürger sowie Unternehmen die Transaktionskosten senken und die Abhängigkeit von ­US-­Zahlungsdienstleistern verringern. Banken hingegen fürchten den Verlust von Ertragsquellen – und versuchen ein eigenes Projekt zu forcieren.
22.03.2026
Daniel Nutz
Lagarde EZB Euro
Advertorial

Fokus auf Fundamentaldaten: Investieren in europäische Aktien

Europäische Aktien ziehen weiterhin die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Während der Optimismus zu Jahresbeginn inmitten erhöhter Volatilität und geopolitischer Unsicherheit einer grösseren Vorsicht gewichen ist, investieren Anleger weiterhin in die Region als wichtigen Bestandteil diversifizierter Aktienportfolios. Die Frage für professionelle Anleger ist nicht mehr, ob sie in Europa investieren sollen, sondern wie sie dies tun.
01.07.2026
Alert
Insider

RBI auf Höhenfahrt: Rückendeckung der Politik?

Die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) haben heute kräftig angezogen. Auslöser war ein Bericht der Financial Times zum russischen Sanktionsthema.
03.10.2025
Börsianer Insider
RBI auf Höhenfahrt: Rückendeckung der Politik?
Insider
News

Trump-Ankündigung jazzt RBI Aktie in die Höhe

Nach einem diplomatischen Signal zwischen den USA und Russland erlebt die Aktie der Raiffeisen Bank International einen Höhenflug. Doch wie realistisch ist ein baldiger Rückzug aus dem Russland-Geschäft wirklich?
07.08.2025
Börsianer Insider
Trump
Anzeige