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Studie: CFOs drehen am Kostenschraubstock

Eine aktuelle Befragung zeigt: Österreichs CFOs sparen, sichern Liquidität und optimieren Prozesse. Investitionsfreude sieht anders aus.

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16.02.2026

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Ein Mann schneidet ein Schild mit Kosten durch
© Börsianer
  • CFOs im Sparmodus: 60 % setzen 2026 auf Kostenreduktion und Liquiditätssicherung statt auf Expansion.

  • Investitionen mit angezogener Handbremse: Nur 20 % beschleunigen Programme, zwei Drittel agieren vorsichtiger oder kürzen.

  • Unsicherheit dominiert: Globaler Wettbewerbsdruck, Bürokratie und US-Politik prägen die defensive Agenda.

Wer sich die Ergebnisse der aktuellen CFO-Studie von Horváth genau ansieht, merkt: Die Finanzchefs sind derzeit in der Defensive. 60 Prozent setzen 2026 prioritär auf Kostenreduktionsprogramme, 57 Prozent bauen Liquiditätsreserven auf und fahren Szenarioanalysen hoch. Das ist ein klassisches Krisen-Setup. Befragt wurden mehr als 240 CFOs weltweit – rund 40 davon aus Österreich, viele aus Unternehmen mit über einer Milliarde Euro Umsatz. Wenn diese Kaliber auf Sparmodus schalten, sollte man genau hinschauen! Die größten Risiken? Globaler Wettbewerbsdruck, Bürokratie, volatile Energiepreise – und nach wie vor die unberechenbare US-Wirtschaftspolitik. Fast die Hälfte sieht darin ein klares Risiko, nur jeder Sechste eine Chance.

Effizienz ist Thema der Stunde

Was Besorgnis schürt: 86 Prozent der österreichischen CFOs priorisieren die Harmonisierung und Optimierung ihrer Finanzprozesse, Digitalisierung folgt zwar, aber vielfach unter dem Effizienz-Diktat. Jeder Fünfte will zwar Investitionen beschleunigen, doch zwei Drittel agieren vorsichtiger oder kürzen sogar Programme. Natürlich, Resilienz ist wichtig. Aber wenn Kostensenkung zur Kernstrategie wird und Transformation nur flankierend läuft, ist das für die Konjunktur kein gutes Zeichen.

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