CCS: Speicherung hat ihren Preis
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Lange wurde darüber diskutiert, dass Österreich das Verbot der unterirdischen CO₂-Speicherung aufheben soll, mit der Carbon-Management-Strategie 2024 war dieser Schritt absehbar. Nun soll CCS für jene Industriebereiche erlaubt werden, in denen sich prozessbedingte Emissionen kaum vermeiden lassen, etwa in der Zement- oder keramischen Industrie. Das kann einen wichtigen Beitrag leisten, ist aber keine schnelle Klimaschutzlösung: Abscheidung und Transport benötigen viel Energie, Speicherstätten müssen erst geprüft und eine entsprechende Infrastruktur aufgebaut werden.
Kosten pro Tonne unklar
Entscheidend sind letztlich die Kosten. Ein EU-weiter Überblick der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) nennt für schwer zu dekarbonisierende Branchen Abscheidungskosten von rund 40 bis 90 Euro je Tonne CO₂. Für den Transport werden zwei bis 30 Euro und für die Speicherung fünf bis 35 Euro je Tonne veranschlagt. Diese allgemeinen Bandbreiten lassen sich allerdings nicht unmittelbar auf einzelne österreichische Anlagen übertragen. Das Umweltbundesamt kommt in einer konkreten Modellierung für Österreich auf deutlich höhere Gesamtkosten: Ohne öffentliche Förderung müsste der CO₂-Preis im Emissionshandel bei 200 bis 280 Euro je Tonne liegen (derzeitiger Kurs ist etwa 90, siehe hier), damit CCS bei allen betrachteten Anlagen wirtschaftlich betrieben werden kann, braucht es entsprechende Förderungen. Hier ein Interview mit dem ehemaligen Holcim-Österreich-Chef zum Thema.

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