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Flughafen: Kein Hunger auf Übernahmen

Die Flughafen Wien AG verzeichnet kräftiges Passagierwachstum, verzichtet jedoch angesichts hoher Bewertungen bewusst auf neue Übernahmen.

Veröffentlicht

02.03.2026

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Die Flughafen Wien AG Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger am Dienstag, 20. Jänner 2026, im Rahmen einer PK zur Bekanntgabe Flughafen Wien AG "Verkehrsergebnisse 2025 - Ausblick 2026" in Wien
© APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH
Die Flughafen Wien AG Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger können sich über gute Ergebnisse aus der Slowakei und Malta freuen.

Auch wenn im Moment viele Flieger – wegen des Iran-Kriegs – am Boden stehen, wächst die Luftfahrtbranche. So präsentierten auch die Vorstände der Flughafen Wien AG, Günther Ofner und Julian Jäger, heute ein Passagierwachstum von 4,9 Prozent im abgelaufenen Jahr über die Gruppe. Besonders zum Wachstum trugen der Malta Airport (+12,3 Prozent) und der Flughafen Kosice (+12,2 Prozent) bei. Jetzt denkst du dir vielleicht, dass die beiden Vorstände weiter Ausschau nach Übernahmekandidaten halten. Doch weit gefehlt, wie mir Günther heute sagt:

„Pensionsfonds haben in den vergangenen Jahren Flughäfen als Investment entdeckt. Dadurch sind die Preise dermaßen in die Höhe geschossen, dass es rein ökonomisch keinen Sinn ergibt, Übernahmen anzustreben.“

© Baha Data
Der Flughafen Wien, der Flughafen Frankfurt und der Flughafen Zürich schenken sich im 3-Jahres-Vergleich wenig.

Dividende bleibt

Das liegt daran, dass diese Pensionsfonds mit recht ambitionierten Renditevorstellungen von 3 bis 4 Prozent in solche Investments gehen. Und wie du weißt, hat auch der Flughafen einen solchen Großaktionär bei sich sitzen. Der australische IFM Global Infrastructure Fund hält im Moment 44,3 Prozent – und wollte, wie du sicher mitbekommen hast, einmal die Mehrheit, scheiterte aber.

Zumindest mit dem Output ihrer Aktien können die Australier zufrieden sein. Obwohl wegen einer Sonderabschreibung von 55,3 Millionen Euro infolge des Projektendes der dritten Piste (mehr hier) der operative Gewinn um 8,7 Prozent auf 280 Millionen Euro zurückgeht, bleibt man bei 1,65 Euro Dividende pro Aktie. Damit liegt die Rendite bei 3 Prozent. Darüber dürfen sich natürlich auch das Land Niederösterreich und Wien (jeweils 20 Prozent) sowie die Mitarbeiterstiftung (10 Prozent) freuen.

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