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Kurzfristig erfolgreich Aktivistische Investoren bringen Rendite

Veröffentlicht

11.01.2024

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Aktionäre Rendite
© Berliner Verlag / dpa Picture Alliance / picturedesk.com

Wenn aktivistische Investoren sich Unternehmen vornehmen, ärgert das meist den Vorstand. Kurz- bis mittelfristig trägt das – zumindest statistisch gesehen – aber zu einer höheren Rendite aller Aktionäre bei. Das lese ich gerade in der aktuellen Studie des US-Beratungsunternehmens Alvarez & Marsal, das dafür mehr als 500 solcher Kampagnen in den USA und Europa untersucht hat. Zwei Jahre nach den Kampagnen der aktivistischen Investoren liegt demnach die Rendite im Vergleich zum Gesamtmarkt um 6,3 Prozent höher.

Mehr Kampagnen erwartet

Aktivistische Investoren knöpfen sich meist die Unternehmensstrategie vor oder werfen ein kritisches Auge auf die Vergütung von Managern und üben so Druck auf das Management aus. Oft handelt es sich dabei um Hedgefonds, die nach einiger Zeit mit Gewinn wieder abziehen wollen. Das sehen wir in Österreich eher selten, als heimische Beispiele  fallen mir da etwa die Kampagnen von Klaus (Umeks) Petrus Advisers – lies hier, was ich dir zur EVN AG berichtete – ein. Immerhin, bei der EVN AG ging der Kurs seit der Petrus-Kampagne vor knapp einem Jahr um rund 30 Prozent nach oben.

Für 2024 prognostiziert Alvarez & Marsal übrigens eine Zunahme aktivistischer Kampagnen. Dies liegt an der erwarteten Zinssenkung und einer prognostizierten Belebung des Übernahmemarkts. Ich wäre bei einer solchen Einschätzung noch zurückhaltend. Wie du weißt kann ich aktivistischen Aktionären durchaus etwas abgewinnen, weil sie oft ungehobene Potenziale in Unternehmen aufzeigen. Wie nachhaltig solch ein Aktionismus ist, lässt sich in vielen Fällen aber erst nach mehr als zwei Jahren feststellen.

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