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RBI-Chef: Russland für uns nicht mehr darstellbar

RBI-Chef Michael Höllerer findet im Klub der Wirtschaftspublizisten klare Worte zu Russland, will eine sehr aktive Rolle im Wiederaufbau der Ukraine spielen und sich noch nicht über Rasperia-Urteil freuen.

Veröffentlicht

05.10.2026

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Hier siehst du RBI-Vorstandschef Michael Höllerer mit Manfred Schumi im Klub der Wirtschaftspublizisten. Wie immer für dich aus der Hüfte geschossen.

Gleich Tacheles in der Früh das lob ich mir!

"Wenn ich morgen die Opportunität hätte, aus Russland auszusteigen, würde ich es machen. Wir sind dort rechtswidrig beklagt worden, 3,15 Milliarden Euro sind ja nicht nichts. Auf Dauer wäre es schwierig, in Russland weiter tätig zu sein. Das ist für uns nicht mehr darstellbar", sagte RBI-Vorstandschef Michael Höllerer heute im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Michael arbeitet weiterhin an einem geordneten Ausstieg der Raiffeisen Bank International AG (RBI) aus Russland, Kredite sind um 80 Prozent, Einlagen um 60 Prozent abgewickelt worden, die Cross-Border-Transaktionen wurden um 95 Prozent zurückgefahren. Für Einlagen zahlt die RBI den Kunden in Russland keine Zinsen, das Geld muss aber an der russischen Zentralbank angelegt werden, dort bekommt die Bank 15 Prozent Zinsen.

Über das Rasperia-Urteil des Wiener Gerichts zu den 28,5 Millionen Strabag-Aktien als Schadenersatz für die RBI hatte ich dir bereits ausführlich berichtet (klick hier). Michael will sich nicht zu früh freuen, noch hat Rasperia Zeit gegen das Urteil zu berufen. Michael rechnet mit 6 bis 12 Monaten, bis alles unter Dach und Fach ist.

Zukunft Ukraine

Aufgefallen ist mir, dass Michael viel lieber über die Ukraine spricht, dort will die RBI (derzeit viertgrößte und größte internationale Bank) eine sehr aktive Rolle im Wiederaufbau spielen. Derzeit verwaltet sie 5 Milliarden Euro Assets und hat 3 Millionen Kunden.

Was dich noch interessieren könnte:

  • Bei der Übernahme der Addiko Bank AG muss Michael noch den 4. November 2026 abwarten. Da endet die Einmeldefrist für Aktien ins Übernahmeangebot der RBI. Bis jetzt sind es 60 Prozent der Aktien (finde ich noch ein bisserl wenig)

  • Die Strabag-Aktien (sollte alles ohne Einspruch durchgehen und die FMA die sanktionierten Aktien freigeben) wird eine Investment Bank für die RBI verwerten.

  • Michael ist mit dem Return on Equity der RBI von aktuell 13 Prozent nicht zufrieden, "da werden wir zulegen müssen"

  • derzeit hat die RBI keine weiteren Übernahmeziele im Auge

  • die RBI zahlt 250 Millionen an Bankensteuer pro Jahr, 120 Millionen davon in Ungarn, 80 Millionen in Österreich

  • seine Position als oberster Bankenvertreter in der WKO ist "hartes Brot", es gibt da einige "ideologische Mauern" zu durchbrechen

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Börsianer Insider

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