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Pensionen: Experten fordern Risikostreuung

Österreichs Pensionssystem ist bei der Nachhaltigkeit internationales Schlusslicht. Die Forderungen nach mehr kapitalgedeckter Vorsorge werden lauter.

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21.10.2026

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Wifo-Boss Gabriel Felbermayr plädiert für mehr Diversifikation im Pensionssystem.

Ich frage mich, wie viele Warnsignale es noch braucht, bis Österreich seine Altersvorsorge breiter aufstellt. Im aktuellen Marsh CFA Institute Global Pension Index liegt unser Pensionssystem bei der Nachhaltigkeit auf dem letzten Platz aller 55 untersuchten Systeme. Sinkende Geburtenraten und längere Lebenserwartung erhöhen den Druck auf das Umlageverfahren. Marsh-Österreich-Geschäftsführerin Michaela Plank fordert deshalb mehr kapitalgedeckte Vorsorgemöglichkeiten und eine breitere betriebliche Altersvorsorge. Die für 2028 vorgesehene Reform der betrieblichen Säule (mehr hier) bezeichnet sie als ersten wichtigen Meilenstein. Mehr müsse folgen.

Wifo-Chef Gabriel Felbermayr brachte das Problem gestern bei einer Präsentation mit dem Versicherungsverband Österreich (VVÖ) auf den Punkt:

„Wenn man ein Portfolio hat und 93 Prozent in ein Asset investiert (das staatliche Umlageverfahren, Anm.), dann ist man sehr risikobereit. Das passt eigentlich nicht zur österreichischen Risikoaversion.“

Die Niederlande und Dänemark sind nur zwei von vielen Ländern, die zeigen, dass leistungsfähige Pensionssysteme und eine stärkere Kapitaldeckung zusammenpassen, das passiert dort auf einer starken betrieblichen Ebene. Das muss doch ein guter Grund sein, die Ergänzung der staatlichen Pension endlich entschlossener voranzutreiben.

Blick nach Deutschland

Dabei könnte ein Blick nach Deutschland helfen. Dort setzt man mit staatlich geförderten Altersvorsorgedepots, die ab Jänner 2027 auch Anlagen ohne Kapitalgarantie ermöglichen, bereits einen konkreten Schritt. Zusätzlich empfiehlt die deutsche Alterssicherungskommission eine gesetzliche Kapitalrente, in die Arbeitgeber und Arbeitnehmer nach schrittweiser Einführung jeweils ein Prozent des Bruttolohns einzahlen sollen.

Börsianer Insider

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Börsianer Insider

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