Lenzing: Wie geht's aus der Misere?
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chau, dass mit Suzano einer der Hauptaktionäre der Lenzing AG nicht vollständig bei der Kapitalerhöhung mitgezogen ist, gibt anderen Investoren natürlich zu denken. Ist das jetzt das finale Aufflackern vor dem Ende, war der allgemeine Tenor. Nicht vergessen sollte man aber, dass die Lenzing durch das frische Kapital jetzt erst einmal 3 Jahre Ruhe hat und somit ihre Transformation vom Textilfasergeschäft in einen stärkeren Non-Wovens-Player (Feuchttücher, Tampons, ...) durchziehen kann und muss. Auch die Nettofinanzverschuldung von 1,4 Milliarden Euro sollte dringend reduziert werden.
Aufgehen muss auch eine weitere Wette: Suzano ist seit Kurzem mit 51 Prozent an dem Joint-Venture (heißt Arbex) mit Kimberley Clark beteiligt, mit Option auf die restlichen 49 Prozent. Von dieser Übernahme muss die Lenzing AG profitieren, denn, wie du sicher weißt, produziert Kimberly Clark Hygiene- und Papierprodukte. Der Auf- und Ausbau des Hygieneproduktportfolios ist bei der Lenzing einer der wichtigsten strategischen Schwerpunkte der nächsten Monate und Jahre. Der Bereich wird übrigens seit Juli 2025 von Patricia Sargeant verantwortet. Wieso sie nicht im Vorstandsteam der Lenzing AG ist, muss mir mal wer erklären.
Die Aktie ist heute mit etwa 10 Prozent im Plus. Bevor hier jetzt Jubelmeldungen kommen: von 30.9. auf 8.10 ging es von 20,8 auf 10,4 Euro bergab (wegen der Kapitalerhöhung). Zum Hoch aus dem Jahre 2017 mit mehr als 170 Euro je Aktie ist noch ein sehr weiter Weg.

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