Watchlist: Säbelrasseln und Anlegerangst
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Das Säbelrasseln im Nahen Osten versetzt Anleger zum Wochenausklang dazu, in Deckung zu gehen. Laut einigen US-Medienberichten könnte ein Angriff der US-Streitkräfte auf den Iran kurz bevorstehen. So verpuffen an den europäischen Börsen auch gute Meldungen weitgehend – etwa, dass die Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone besser als erwartet ausfallen. In Wien wollte sich etwa der ATX kaum in die Höhe bewegen.
Strabag-Abverkauf
Dass die Aktie der Strabag SE am Donnerstag um mehr als 7,5 Prozent abfiel, hat einen Grund: Die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien hat rund 2 Millionen Aktien auf den Markt gegeben. Laut Informationen von Bloomberg sollen die Anteile zu 86,5 Euro je Aktie angeboten worden sein – also deutlich unter dem Mittwochkurs. Für die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien hat sich die zwischenzeitliche Aufstockung – um die Anteile des sanktionierten russischen Oligarchen über Rasperia unter 25 Prozent zu drücken – aber gelohnt (siehe Chart der letzten zwei Jahre). Zumindest für den Streubesitz und den Handel ist der Verkauf ein gutes Zeichen – hier mehr lesen.
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Ziemlich unterzuckert könnte man derweil die Situation der Agrana Beteiligungs AG bezeichnen. In der Sparte Zucker ist mit einem nicht zahlungswirksamen Wertminderungsbedarf in der Größenordnung zwischen 45 und 55 Millionen Euro zu rechnen, teilte der Konzern mit. Die Ergebnisprognose von 45 bis 60 Millionen Euro dürfte damit als obsolet gelten.
Digitaler Euro
Etwas heiterer ist das Bild unter den EU-Finanzministern und -ministerinnen. Bei ihrem dienstägigen Treffen bekräftigten sie die nächsten Schritte zur Kapitalmarktunion – die heißt jetzt übrigens Spar- und Investitionsunion, klingt einfach besser! – sowie beim digitalen Euro. Hier fürchten Banken bekanntlich, dass ein Teil ihres Geschäfts – etwa jenes mit Kreditkarten – wegbrechen könnte. Bemerkenswert ist, dass Michael Miebach, CEO des US-Anbieters Mastercard, in einem Interview mit dem Handelsblatt sein Unternehmen als möglichen Partner für den digitalen Euro sieht. Dieser soll ja eigentlich die Dominanz von US-Anbietern brechen.
In den USA hat man seit Trump II ohnehin ganz andere Probleme (siehe oben). Nun hat die US-Regierung auch bei der Umweltbehörde durchgesetzt, Treibhausgase für unproblematisch zu erklären – und stellt damit die Erkenntnisse eines halben Jahrhunderts Klimaforschung auf den Kopf. Einerseits wird dagegen von Gesundheitsorganisationen geklagt, andererseits stellt sich die Frage, ob Trumps Plan, die US-Wirtschaft in die „guten alten“ 1970er- und 1980er-Jahre zurückzuführen (ganz im Sinne von „Make America Great Again“), tatsächlich Investitionen – etwa in fossile Energieträger – freisetzt und der Wirtschaft einen Boost gibt. Wer investiert schon in Technologien, die eine kommende Regierung vermutlich wieder einbremsen würde?
Bei Vermögensverwaltern war zuletzt eine Fusionswelle zu beobachten. Zuletzt übernahm die US-Gesellschaft Nuveen den britischen Traditionsanbieter Schroders. Ein Grund: Economies of Scale. Produkte mit geringen Margen – wie ETFs – müssen in großen Mengen verkauft werden, um entsprechende Deckungsbeiträge für die Fondsgesellschaften zu erzielen. Hannes Cizek, CEO der Raiffeisen KAG, meint dazu, dass das vordergründig ein Problem von Asset Managern ohne angeschlossene Bank sei. Klar, die Bankberater können (noch) die eigenen Produkte den Kunden schmackhaft machen.
Die wichtigsten anstehenden Termine
Datum | Unternehmen | Ereignis |
|---|
25.02.2026 | FACC AG | Vorläufiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025 (Ergebnispräsentation) |
25.02.2026 | EVN AG | 97. ordentliche Hauptversammlung (Hauptversammlung) |
25.02.2026 | EVN AG | Ergebnis 1. Quartal 2025/26 (Ergebnispräsentation) |
26.02.2026 | Erste Group Bank AG | Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025 (Ergebnispräsentation) |
27.02.2026 | Kapsch TrafficCom AG | Ergebnis Q1–Q3 2025/26 (Ergebnispräsentation) |
27.02.2026 | AMAG Austria Metall AG | Jahresabschluss 2025, Bilanzpressekonferenz (Ergebnispräsentation) |

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