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Steyr Motors: Was kann der Deal?

US-Drohnenspezialist Red Cat hat für die Aktien der Steyr Motors AG ein Übernahmeangebot gelegt. Jetzt wurde ein Business Agreement veröffentlicht. Die Standortgarantie gilt für 3 Jahre. 2 Jahre soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Ein Delisting ist wahrscheinlich.

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21.10.2026

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© Börsianer/KI optimiert
Das habe ich aus der Präsentation von Red Cat für dich cooler aufbereitet.

Standortgarantie, Ausbau der Produktion, vielleicht auch ein Europa-Hub: Auf den ersten Blick ist das Übernahmeangebot durch Red Cat Holdings (ich hatte dir hier berichtet) für alle Aktien der Steyr Motors AG ein richtiger Hingucker. Und seien wir ehrlich, so eine Übernahme war von Anfang an das Ziel nach dem Börsengang, denn alleine könnte Steyr Motors AG einfach nicht in diesem Ausmaß wachsen. Steyr-Motors-CEO Julian Cassutti (er kommt von Mutares und das sind echt harte Knochen, wie mir ein Assetmanager sagt) bekommt durch die Übernahme nicht nur Zugang zum größten Militärmarkt der Welt, wie er mir sagt, sondern auch leichter Zugang zu Kapital von US-Investoren.

"Wir sind bereits aktiver Lieferant von Red Cat und haben letztes Jahr 1.250 Motoren gefertigt. Red Cat geht von einer stark steigenden Nachfrage im Bereich der unbemannten Wasserfahrzeuge, also Drohnen, aus und will sich die Steyr Motors als exklusiven Motorenlieferanten sichern. Die Übernahme bedeutet aber nicht, dass wir nur noch exklusiv für Red Cat liefern", sagt mir Julian.

So gesehen ist der Deal für Steyr Motors natürlich eine Riesenchance, falls der Markt für unbemannte Seedrohnen wirklich einen Boost erlebt. Dass Red Cat Holdings selbst Verluste schreibt und kaum ein besseres Start-up ist, stört ihn nicht. Das Business-Agreement sieht folgendes vor:

"Red Cat hat sich verpflichtet, für die Dauer von drei Jahren ab Abwicklung des Angebots keine Verlegung des Sitzes der Gesellschaft, der Fertigung sowie der Forschung und Entwicklung am Standort Steyr zu veranlassen. Ebenfalls hat sich Red Cat verpflichtet, für die Dauer von zwei Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen von Arbeitern bzw. Arbeiterinnen zu veranlassen und auch nicht auf sonstige betriebsbedingte Kündigungen der Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerinnen hinzuwirken."

Erfolg für B&C

Und natürlich: Für die B&C Holding Österreich als Ankerinvestor (halten 15 Prozent) ist der Übernahmedeal eine Erfolgsgeschichte. Denn bei der Steyr Motors AG hat sich ein Investment (Frequentis AG läuft auch gut, wird aber nicht verkauft) endlich einmal ausgezahlt - bei den Baustellen Lenzing AG (Kapitalerhöhung ist erfolgreich durch) und Semperit AG Holding (da geht es seit August 2026 mit der Aktie bergauf) muss(te) laufend Kapital zugeschossen werden. Was mich trotzdem ein bisserl unrund macht ist, dass für die B&C das Red-Cat-Angebot von 39 Euro ohne jegliche Diskussion oder Gutachten "super" ist, denn das Agreement für die 15 Prozent ist bereits unterzeichnet. Auch Julian sagt: die 39 Euro enthalten eine ordentliche Prämie. Die Aktie der Steyr Motors AG notiert bei 36,5 Euro, ein Gutachten wird derzeit finalisiert. Morgen kommen die Halbjahreszahlen.

Schau, letztendlich muss jeder Aktionär selbst entscheiden, ob er den Übernahmedeal unterstützen will. Red Cat will mindestens 50+1 Prozent. Ich bin gespannt, ob sich das ausgeht.

Börsianer Insider

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Börsianer Insider

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