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Zum Abschied: Gasselsberger vermisst Börsenkultur

Oberbank-Chef Franz Gasselsberger zieht Bilanz und kritisiert die schwache IPO-Kultur in Österreich.

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09.04.2026

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Franz Gasselsberger präsentierte die Ergebnisse 2025 mit Andreas Klingan (l.), dem Geschäftsbereichsleiter Wien.

Oberbank-Boss Franz Gasselsberger ist nie um eine Ansage verlegen. Auch zum Abschied – er geht mit Jahresende in Pension – mahnt er ein:

Das Klima für Börsengänge muss einfach besser werden!

Er erinnert sich zurück: Als die Oberbank AG 1986 den Sprung an die Börse wagte, gab es in Wien zehn IPOs. In den vergangenen Jahren steht hier lediglich das Telekom-Spin-off Euro Telesites AG zu Buche. Klar, 1986 stand noch im Zeichen einer Privatisierungswelle von Staatsunternehmen.

Ideen hätte er ja: ein bisschen weniger Compliance-Anforderungen, Behaltefristen etc. – natürlich alles nichts Neues. Nur in seinen letzten Monaten als CEO glaubt er nicht wirklich daran, dass das derzeit politisch durchsetzbar ist.

Der scheidende CEO konnte bei seiner letzten Bilanzpräsentation übrigens mit einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 477,1 Millionen Euro das dritte Rekordergebnis der Oberbank in Serie vorweisen – auch wenn der Nettogewinn mit 372 Millionen Euro um 1,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahres lag.

Börsianer Redaktion

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